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Raiba Seestermühe : Hessischer Dickschädel geehrt

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Ein „oberhessischer Dickschädel“ sei er, behauptet Otto Hermann Peter Zimmer von sich selbst. Doch mit seiner offenen Art, kein Blatt vor den Mund zu nehmen und mit Freunden, Geschäftspartnern und Kollegen auch mal Tacheles zu reden, hat sich das Mitglied des Aufsichtrates der Seestermüher Raiffeisenbank eine Riesenportion Anerkennung erworben. Das zeigte sich bei seiner Verabschiedung aus dem Ehrenamt des Aufsichtsrates und gleichzeitigen Geburtstagsfeier, die der Vorstand der kleinen genossenschaftlichen, aber äußerst erfolgreichen Bank, für ihn im Seester Dorfgemeinschaftshaus ausgerichtet hatte.

shz.de von
erstellt am 11.Jun.2015 | 20:05 Uhr

Da kam sogar der ehemalige Vizepräsident des deutschen Bundestages und Bundesschatzmeister der FDP, Hermann Otto Solms zu Besuch, ein guter Freund von Peter Zimmer seit Kindertagen.

Schon bevor sie gemeinsam im oberhessischen Örtchen Lich (bei Gießen) in die Schule kamen, hatten sich Peter Zimmer und Otto Solms, der eigentlich mit vollem Namen Hermann Otto Prinz zu Solms-Hohensolms-Lich heißt, im dortigen Schlosspark mit Knallerbsen beworfen und daraufhin eine lebenslange Freundschaft gegründet. Diese Freundschaft habe allerdings noch festere Grundmauern als nur die Knallerbsen-Ballerei, so Solms. Da sei einmal die Vornamensgleichheit, aber auch eine gemeinsame Familiengeschichte, schon der Urgroßvater Zimmers sei Gutsverwalter bei den Solms gewesen und Zimmer stamme aus einer sehr ehrbaren Kaufmannsfamilie, die in Lich sehr angesehen war. Solms kritisierte genau wie Zimmer die Überregulierung bei den Banken seit der Finanzkrise 2007, Bankberatung muss weiter auf Vertrauen beruhen und nicht auf Protokolle.

Die Seestermüher Raiffeisenbank sei daher ein gutes Beispiel dafür, wie es ohne große Aufsicht und Regulierungen funktionieren könne. Der gerade wiedergewählte Schatzmeister der Freidemokraten bezeichnete sein altes und neues Amt als spannende Herausforderung, er verstehe sich allerdings eher als „Schatzsucher“ denn als „Schatzmeister“.

Dank für seine klaren und offenen Worte kassierte der scheidende Aufsichtsrat Peter Zimmer von dem ehemaligen Präsidenten der Bundesbank, Professor Dr. Rolf Eggert, dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates Manuel Feldt und ehemaligen und jetzigen Vorstandmitgliedern Gerd Reese und Jan H. Reese, der smart den gesamten Empfang moderierte.

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