Unesco : Hervorragende Bildungsarbeit

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Beim Abwasser-Zweckverband (azv) Südholstein wird nicht nur Schmutzwasser zurückverwandelt in das „Lebensmittel Nummer 1“. In Hetlingen betreibt man auch ganz hervorragende Bildungsarbeit im Umweltbereich. Dies bestätigte die deutsche UNESCO-Komission den Klärwerkern während einer Feierstunde in Kiel. Mit dabei war der Umweltminister Robert Habeck.

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01. Oktober 2012, 21:26 Uhr

Als einziges Unternehmen Schleswig-Holsteins wurde der azv im Rahmen der landesweiten Aktionstage zur UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet. Die jeweils für zwei Jahre gültige Auszeichnung verleiht die UNESCO an Initiativen, Unternehmen und Kommunen, die sich auf vorbildliche Weise dafür einsetzen, nachhaltiges Denken und Handeln zu vermitteln. Über 1500 Projekte wurden seit Beginn der UN-Dekade im Jahr 2005 bundesweit ausgezeichnet.

Verliehen wurde die Urkunde von Jasson Jakovides, Mitglied des von der UNESCO berufenen Nationalkomitees zur Umsetzung der UN-Dekade. Er betonte, dass die erneute Auszeichnung kein Selbstläufer sei, sondern der azv seine Aktivitäten und Projekte seit 2009 überzeugend weiterentwickelt habe. „Viele reden über Nachhaltigkeit“, so Jakovides. Der azv Südholstein stellt sich seiner Verantwortung für die Zukunft unserer Gesellschaft und zeigt auf beeindruckende Weise, wie die Idee ,Nachhaltigkeit lernen’ in der Praxis funktioniert.“ Wissen und Kompetenzen aus den Bereichen Wirtschaft, Soziales und Umwelt müssten vermittelt werden. Er attestierte der Arbeit der Klärwerkern zudem innovativen Charakter, eine besondere Breitenwirkung und die Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern aus.

Ute Hagmaier, Referentin für Umwelt und Bildung des azv Südholstein, nahm die Urkunde in Kiel entgegen. „Wir verstehen es als Teil unserer Verantwortung im Sinne der öffentlichen Daseinsvorsorge, vor allem bei Kindern und Jugendlichen das Bewusstsein für den schonenden Umgang mit Wasser und anderen natürlichen Ressourcen zu stärken“, so Hagmaier. Sie hoffe aber, dass es künftig ganz normal und nichts Besonderes mehr sei, dass Unternehmen gemeinsam mit Kommunen, Bildungseinrichtungen und weiteren Partnern Verantwortung für die Gestaltung der Zukunft übernähmen.

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