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Uetersener Nachrichten

11. Dezember 2017 | 07:16 Uhr

Amtsausschuss : Herrmann folgt auf Lüchau

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Fast ohne Dissens hat sich der Haseldorfer Amtsausschusses konstituiert. Rolf Herrmann wurde im „Jägerkrug“ an die Spitze des Gremiums gewählt. Der Amtsausschuss ist das höchste politische Gremium der Verwaltung für die drei H-Dörfer. Die Arbeit der Behörde hatten die Politiker 2007 an das Uetersener Rathaus deligiert.

shz.de von
erstellt am 07.Aug.2013 | 19:15 Uhr

Den drei Christdemokraten im Ausschuss oblag es, einen Vorschlag für den Posten des Amtsvorstehers zu machen. Sie hatten sich zuvor zu einer Fraktion zusammengeschlossen. Herrmann ist seit 19 Jahren Bürgermeister der Gemeinde Haselau. Er verfügt über einen hervorragenden Ruf in allen politischen Lagern. Alle sechs Stimmen konnte der Kandidat auf sich vereinen.

Michael Rahn (Freie Wahlgemeinschaft Hetlingen) und Gunter Küchler (Freie Wählergemeinschaft Haselau) hatten sich ebenfalls zu einer Fraktion zusammengeschlossen, was ihnen das Vorschlagsrecht für den ersten Stellvertreter beschwerte. Rahn nominierte Küchler. Der ehemalige Haselauer Bürgermeister wurde einstimmig gewählt.

Das Zugriffsrecht auf das Amt des zweiten stellvertretenden Amtsvorstehers hatten sowohl die CDU als auch der Sozialdemokrat Boris Steuer (Haseladorf). Es musste also gelost werden.

Küchler richtete jedoch einen Appell an die Christdemokraten, auf ihr Vorschlagsrecht zu verzichten. Sein Argument: Es sei sinnvoll, die Ämter an die drei Parteien zu verteilen, damit alle Kräfte einzubinden und Gemeinsamkeit zu demonstrieren.

Eine Antwort auf seinen Appell bekam Küchler nicht. Auf diesen, wirklich nicht wichtigen Posten mochten die Christdemokraten nicht verzichten. Die Drei stimmten den Antrag von Küchler nieder.

Es musste also das Los entscheiden, ob CDU oder SPD den Zugriff auf den zweiten Stellvertreter bekommen. Herrmann oblag die Aufgabe, das Los zu ziehen. Er zog die SPD. Steuer schlug sich selber vor und wurde dann einstimmig, also auch mit den Stimmen der Christdemokraten gewählt.

Eröffnet worden war die Sitzung von Heinz Lüchau. Er stand in der vergangenen Wahlperiode dem Ausschuss vor und hätte dieses Amt auch gern behalten. Doch nach seinem Rücktritt vom Bürgermeisteramt in Haseldorf ist er nicht wieder automatisch Mitglied geworden. Und nach der von schwarz-gelben Landesregierung verabschiedeten Reform der Kommunalverfassung wurden die Sitze reduziert. Die Gemeinde Haseldorf verlor ein Mandat, auf das Lüchau hätte einrücken können.

Der neue Amtsvorsteher regte an, die Verdiente seines Vorgängers im Rahmen einer Feier zu würdigen. „Ich werde versuchen, seine Fußstapfen zu füllen“, so Herrmann.

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