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Deutsch als Zweitsprache : Herausforderung für Schulen

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Zum Beginn des Schuljahres 2014/2015 gab es im Kreis Pinneberg fünf „Deutsch als Zweitsprache“-Zentren, kurz DaZ-Zentren, im Bereich der Grundschulen und sechs DaZ-Zentren im Bereich der weiterführenden Schulen. „Da der Bedarf ständig gestiegen ist, wurden zusätzlich weitere elf DaZ-Klassen zu den bestehenden zwölf an den DaZ-Zentren in Elmshorn, Pinneberg und Wedel eingerichtet. Ferner sind vier weitere temporäre DaZ-Klassen in Barmstedt, Quickborn, Schenefeld und Uetersen geplant beziehungsweise vor kurzem eingerichtet worden“, informierte Kreispressesprecher Oliver Carstens.

shz.de von
erstellt am 19.Apr.2015 | 19:23 Uhr

Die steigenden Flüchtlingszahlen stellen die Schulen vor neue Herausforderungen. Für den Unterricht der schulpflichtigen Kinder und Jugendlichen sind die DaZ-Zentren in den Schulen des Kreises eingerichtet worden. „Sie nehmen diese Herausforderung an und bewältigen sie - trotz räumlicher und personeller Engpässe bei der Versorgung mit großem Engagement“, so die Einschätzung von Carstens. Die DaZ-Zentren im Kreis Pinneberg fördern die Kinder und Jugendlichen aus den Zuwanderer- und Flüchtlingsfamilien entsprechend ihrer Begabung, Neigung und Vorbildung.

Auch bei der Eingliederung dieser Schülerinnen und Schüler in die unterschiedlichen Schulformen des Schulsystems werden diese Aspekte berücksichtigt. Carstens stellte den Ablauf am Beispiel der Arbeit des DaZ-Zentrums an der Ernst-Barlach-Gemeinschaftsschule in Wedel dar. Nach viermonatiger intensiver Sprachförderung wurden hier fünf Schülerinnen und Schüler an die Regelklassen in der Ernst-Barlach-Gemeinschaftsschule und drei Schülerinnen und Schüler an die Regelklassen des Johann-Rist-Gymnasiums teilintegriert. Das bedeutet, dass diese Schülerinnen und Schüler in ausgewählten Fächern, wie in  Mathe, Englisch, Sport und Musik den Regelunterricht des entsprechenden Jahrgangs besuchen und außerdem mit mehreren Wochenstunden weiterhin in ihrer DaZ-Klasse betreut werden, bis sie in die Regelklassen der verschiedenen Schularten voll integriert werden können.

Die hier als Beispiel der Sprachförderung in den DaZ-Klassen des Kreises angeführte Klasse wurde zum 1. November 2014 im Johann-Rist-Gymnasium eingerichtet, da in den Gemeinschaftsschulen in Wedel keine Räumlichkeiten für eine dritte DaZ-Klasse zur Verfügung standen. „An diesem modellhaften Beispiel wird noch einmal deutlich, dass die schulische Integration von Zuwanderer- und Flüchtlingskindern nicht nur bestimmte Schulformen angeht, sondern von allen Schulformen gemeinsam bewältigt werden muss. Denn die Integration von Zuwanderern und Flüchtlingen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, so der Pressesprecher.

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