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UeNa-Lesertelefon : Heller Hautkrebs - oft unterschätzt

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Für viele seiner Fans war es ein Schock – für den australischen Schauspieler Hugh Jackman („Wolverine“, „X-Men“, „Pan“) mit Sicherheit auch: die Diagnose Heller Hautkrebs. Dreimal musste sich der 46-jährige Hollywoodstar wegen eines Basalzellkarzinoms operieren lassen, zuletzt Ende 2014. Er gilt heute als geheilt und setzt sich seither im Kampf gegen den Hellen Hautkrebs ein. Seine Botschaft: „Lasst Euch untersuchen und schützt Euch immer mit Sonnencreme.“

shz.de von
erstellt am 23.Jun.2015 | 18:06 Uhr

Heller Hautkrebs ist hierzulande die häufigste Krebsart überhaupt: Rund 200000 Neuerkrankungen zählt die Statistik, fast 550 neue Krebspatienten pro Tag – Tendenz steigend. Grund dafür ist das hohe Erkrankungsrisiko, denn Heller Hautkrebs entsteht durch Sonnenlicht und insbesondere in ungeschützten Körperregionen wie Gesicht, Ohren, Dekolleté, Nacken oder Händen. Je nach Hauttyp, Beruf oder Hobby kann das Risiko auch deutlich erhöht sein. Wer besonders gefährdet ist, wie man sich vor Hellem Hautkrebs schützt und wie der Krebs erfolgreich behandelt werden kann, darüber informieren erfahrene Hautärzte am Lesertelefon.

Es liegt wohl an seinem noch gefährlicheren Verwandten, dem Schwarzen Hautkrebs, dass der Helle Hautkrebs stark unterschätzt wird. Dabei kommt er nicht nur zehnmal so häufig vor, er kann die Haut auch extrem schädigen und sogar Metastasen bilden. Ist der Helle Hautkrebs einmal da, kommt es auf eine schnelle Diagnose und Behandlung an. Aus einer häufigen Frühform, der Aktinischen Keratose, kann ein Plattenepithelkarzinom, auch Stachelzellkrebs genannt, entstehen. Dieses kann sich in die Tiefe ausbreiten und Metastasen bilden. Das Basalzellkarzinom, das auch bei Hugh Jackman diagnostiziert wurde, streut zwar kaum in andere Körperregionen, kann aber das Gewebe stark schädigen. Die gute Nachricht: Früh erkannt, lässt sich Heller Hautkrebs mit verschiedenen Methoden gut behandeln und kann in vielen Fällen geheilt werden.

Damit es gar nicht erst so weit kommt, kann sich jeder auf einfache Art gegen Hellen Hautkrebs schützen. In erster Linie, indem er sich nicht übermäßig der Sonne aussetzt – und wenn, dann nur mit entsprechendem Sonnenschutz auf der Haut. Dabei geht es nicht allein um das gezielte Bräunen in der Sonne. Viele Menschen sind Sonneneinstrahlung ausgesetzt, ohne sich dessen wirklich bewusst zu sein. Wer zum Beispiel viel im Auto unterwegs ist, hat ein erhöhtes Risiko für Hellen Hautkrebs, denn die schädigenden UV-Strahlen dringen auch durch Glasscheiben. Grundsätzlich gilt für alle Menschen, die sich viel draußen aufhalten – vom Dachdecker über den Gärtner bis zum Freizeitsportler: Ohne eine geeignete Sonnenschutz-Creme sollten sie Arbeit und Hobby nicht nachgehen.

Nicht ohne Grund können bestimmte Formen des Hellen Hautkrebs mittlerweile als Berufskrankheit anerkannt werden.

Ebenso wichtig wie der Sonnenschutz ist die regelmäßige Früherkennungs-Untersuchung. Denn ein Heller Hautkrebs ist vom Hautarzt gut zu diagnostizieren und zu behandeln. Von Eigendiagnosen und Ferndiagnosen per App raten Dermatologen ab.

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