Arbeitsgespräch : Helgoland: Stipendium für die Inselkinder?

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann hat sich für ein „Helgoland-Stipendium“ ausgesprochen, mit dem Jugendliche, die für den Wechsel an eine weiterführende Schule oder in eine qualifizierende Ausbildung die Insel verlassen müssen, unterstützt werden sollen. „Die Helgoländer hoffen auf die Unterstützung des Landes durch rabattierte Fahrkarten und einen Beitrag zu Schul- und Unterkunftskosten“, sagte er während eines Arbeitsbesuches auf der Insel vor einigen Tagen.

shz.de von
19. Juli 2015, 21:05 Uhr

Im Gespräch mit dem Gast aus Elmshorn hatte Bürgermeister Jörg Singer dafür geworben, Inselkindern den Weg auf das Festland zu erleichtern. „Derzeit ist die Situation so, dass es für die vier bis fünf Schüler, die von der Insel jährlich aufs Festland gehen, weil sie einen höheren Bildungsabschluss oder eine Qualifizierte Ausbildung machen wollen, keine Bildungsgleichheit gibt, weil die Eltern Internats-, Unterbringungs- und Reisekosten schultern müssen“, sagte er. Rossmann begrüßte auch die Idee eines Familienanschlusses in den Orten der Festlandschulen, die die beiden Leiterinnen der James-Krüss-Schule auf Helgoland, Eva Middeldorf und Doris Steenbock, zuvor erläutert hatten.

Gleichzeitig lobte der Sozialdemokrat die „Aufbruchstimmung auf der Insel“. Ob es sich um den Ausbau der Klinik, die Entwicklung des Fremdenverkehrs oder ein Konzept für die Nachfolge des inzwischen geschlossenen Insel-Aquariums handele, es sei viel in Bewegung auf der Hochseeinsel.

Das Aquarium der Biologischen Anstalt war im vergangenen Jahr wegen erheblicher Baumängel geschlossen worden. Nun soll ein neues Nutzungskonzept für das unter Denkmalschutz stehende Gebäude erstellt werden, das den Betrieb eines neuen Aquariums langfristig sichert.

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