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Übungseinsätze : Heistmer Wehr führt neuen Alleskönner vor

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Rund 350000 Euro hat der Steuerzahler dafür ausgegeben. Ein neues Hilfsleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) 20 erhöht die Schlagkraft der Heistmer Feuerwehr erheblich. Die Gemeinde kaufte es Ende 2012 aus eigenen und Landesmitteln. Gestern stellte die Wehr das technische Wunderwerk den Bürgern bei Übungseinsätzen an der Feuerwache im Zuge eines Tags der Offenen Tür vor. Auch der Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) präsentierte sich.

„Es ist ein Alleskönner“, sagte Wehrführer Helmut Ossenbrüggen über das Fahrzeug. Besonderheiten seien eine Druckluft-Schaum-Löschanlage, ein 2400-Liter-Tank, ein Lichtmast und eine dreiteilige Schiebeleiter.

Bei der Löschanlage können die Einsatzkräfte den Wasseranteil regeln und damit bei Wohnungsbränden Feuchtigkeitsschäden vermindern. Der Tank erlaube ihnen, bis zu zehn Minuten lang zu löschen, während Kollegen den nächsten Hydranten suchen. „Wir haben sofort Wasser im Gebäude“, so Ossenbrüggen. Mit sechs Xenon-Scheinwerfern an einem ausfahrbaren Lichtmast kann die Feuerwehr den Einsatzort ausleuchten. Die Leiter lässt sich von der Straße aus bedienen. Die Kräfte brauchen nicht auf das Fahrzeug zu klettern. Neun Personen finden Platz in dem Allradfahrzeug. Die Heistmer Feuerwehr besitzt damit vier Wagen und kann mit drei Löschgruppen gleichzeitig ausrücken.

Bei drei Übungen führten die Blauröcke gestern ihr Können und ihre Ausrüstung vor. Sie schnitten eine Person aus einem Pkw, löschten einen Containerbrand und retteten einen Menschen aus einer brennenden Wohnung im Obergeschoss.

Den Pkw-Unfall hatte Löschmeister Heiko Witt inszeniert. Die Idee war, dass in der Schulstraße ein Trecker einem Pkw die Vorfahrt genommen hatte, der aus der Straße Am Sportplatz kam. Dort gilt rechts vor links. Anschließend war ein weiterer Pkw unter die Weidenschleppe des Treckers gerutscht. Marlene Leuchtmann vom Schulsanitätsdienst des Ludwig-Meyn-Gymnasiums spielte die Treckerfahrerin, die schockiert umherirrte, bis Mitschüler Jonathan Malessa sie als Sanitäter zum Rettungswagen führte. Paula Stümer von der Tornescher Feuerwehr harrte mit blutig geschminkten Gesicht im Unfall-Pkw aus. Während ein Sanitäter sie beruhigte, stabilisierten die Feuerwehrleute die Karosserie mit Keilen, trennten Türen und Dach mit Schere und Spreitzer ab, bis sie Stümer mit einem Rettungsbrett unter dem Rücken nach hinten aus dem Pkw zogen. Rund 200 Menschen schauten zu.

Gewinner einer DRK-Tombola war Marcus Eider. Er und seine Mutter Barbara durften in Heist zu einem Flug mit Air-Hamburg starten.

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erstellt am 02.Jun.2013 | 19:48 Uhr

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