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Jahresversammlung : Heistmer Wehr feiert 125-Jähriges

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Für die nächsten Monate haben sich die Heistmer Brandschützer viel vorgenommen. Ihre Vorgänger gründeten die Freiwillige Feuerwehr vor 125 Jahren. Das soll gefeiert werden.

Wehrführer Helmut Ossenbrüggen lud während der Jahreshauptversammlung für Sonnabend, 7. Februar, zu einem Jubiläumsball ein. Beginn im Hotel Lindenhof, Großer Ring 7, ist um 19.30 Uhr. Am Freitag, 19. Juni, richten die Kameraden in ihrer Fahrzeughalle einen Empfang für geladene Gäste aus. Am Tag darauf öffnen sie um 13 Uhr die Wache für die Bevölkerung und stellen ihre Arbeit unter dem Motto „Feuerwehr gestern und heute“ vor. Eine Jubi-Party mit Live-Musik und Disco soll am Sonnabend, 29. August, in der Heistmer Turnhalle steigen.

Ossenbrüggen erinnerte an die starke Veränderung der Aufgaben und das gestiegene Risiko für die ehrenamtlichen Kräfte seit dem Gründungsjahr 1890. Damals stand die Brandbekämpfung im Vordergrund. Inzwischen wird die Wehr zunehmend bei Unwetterkatastrophen, zu Verkehrs- und Flugunfällen, Tierrettungen und Leichenbergungen gerufen. „Oft gehen diese Einsätze bis an die Grenzen der Belastbarkeit der Kameraden“, sagte er.

Um die Herausforderungen bestehen zu können, sei ein hohes Maß an Aus- und Weiterbildung notwendig. Die Heistmer Kameraden nahmen daher im vergangenen Jahr mehr Ausbildungsstunden als je zuvor: Im Durchschnitt besuchten 77 Prozent der aktiven Mitglieder die 40 Dienst- und Ausbildungsabende. Ossenbrüggen hofft, die Quote in diesem Jahr auf 80 Prozent steigern zu können. Zusätzlich besuchten 18 Mitglieder Lehrgänge auf Kreisebene und an der Landesfeuerwehrschule in Harrislee bei Flensburg. „Ich bin überzeugt, die Feuerwehr Heist verfügt über einen sehr guten Ausbildungsstand“, sagte Ossenbrüggen. Das hätten sie bei Gemeinschaftsübungen mit den Feuerwehren Moorrege, Holm und Hetlingen bewiesen. Zudem ist der Wehrführer stolz, dass 32 der 50 Aktiven unter Atemschutz arbeiten können.

Der Ernstfall trat für die Heistmer Feuerwehr im vergangen Jahr weniger oft als 2013 ein. Die Zahl der Einsätze ging um ein Drittel auf 15 zurück. In zehn Fällen war technische Hilfe gefordert. Das schlimmste Unglück war ein Verkehrsunfall im März auf der Landstraße zwischen Heist und Haselau. Die Feuerwehr musste zwei Schwerverletzte aus einem Pkw schneiden, der gegen einen Baum geprallt war. Die meisten Nerven kostete ein Einsatz im Oktober, bei dem jemand Suizid angedroht hatte. „Es war hammerhart und sehr anstrengend“, so Ossenbrüggen.

Neu: Kassenwart und stellvertretender Jugendwart

Die Heistmer Feuerwehr hat zwei Ämter durch Wahlen neu besetzt: Rainer Witthohn gab das Amt des Kassenwarts nach 25 Jahren ab. Wehrführer Helmut Ossenbrüggen dankte ihm für seinen Einsatz. Als Nachfolger wählten die Kameraden einstimmig Uli Kühl. Der Kreisjugendwart Ernst-Niko Koberg verabschiedete Knut Plehn aus dem Amt des stellvertretenden Jugendwarts. Plehn hatte die Heistmer Jugendfeuerwehr vor sieben Jahren mit gegründet. Als Dank verlieh Koberg ihm die Leistungsspange in Bronze der schleswig-holsteinischen Jugendfeuerwehr. Zu seinem Nachfolger wurde einstimmig Tore Müller gewählt. „Die Jugendlichen mögen ihn und haben Respekt vor ihm. Ich denke, das ist der richtige Mann an der richtigen Position“, sagte Ossenbrüggen.

Der stellvertretende Schriftwart Kay Kohlse wurde mehrheitlich im Amt bestätigt.

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erstellt am 01.Feb.2015 | 21:30 Uhr

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