Großbrand : Heist: Wohnhaus in Flammen

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Plötzlich ging das Licht aus, die Bewohner des Einfamilienhauses am Kleinen Ring standen im Dunkeln. Dann ein Knistern und Knacken – Feuer! Der Hausherr, ein ehemaliger Feuerwehrmann, versuchte noch mithilfe des Gartenschlauches zu löschen. Vergeblich. Das Ehepaar und eine weitere Person verließen das reetgedeckte Haus - zum Glück unverletzt.

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16. Oktober 2012, 21:19 Uhr

Nach UeNa-Informationen hat es sich in der Nacht zum Dienstag so zugetragen. Wenig später waren bis zu fünf Wehren bemüht, die Flammen zu löschen. Das Feuer war gegen 23 Uhr ausgebrochen. Die alarmierte Heistmer Wehr forderte sofort Verstärkung an. Moorrege war zu diesem Zeitpunkt bereits alarmiert worden und ausgerückt. Doch dringend benötigt wurde eine Drehleiter, um das Feuer von oben her bekämpfen zu können. Dichter Rauch, der zwischen den Reetschichten hervorquoll, signalisierte den Brandbekämpfern, dass ein Durchzünden erwartet werden musste.

Die Blauröcke aus Uetersen wurden alarmiert, anschließend auch Holm und Neuendeich. Fünf Löschzüge rückten aus, um zu versuchen, das Schlimmste zu verhindern. Das Schlimmste, das wurde während des Einsatzes, der erst am Dienstagvormittag abgeschlossen werden konnte, schnell klar, war, das Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude zu verhindern. So wurden gefährdete Häuser mit viel Wasser benetzt.

Das Reetdach stand beim Eintreffen der Drehleiter aus der Rosenstadt bereits lichterloh in Flammen. Und das Wasser wurde knapp.

Von weit entfernten Stellen musste das Löschmittel herbeigeschafft werden. Mehr als 100 Einsatzkräfte versuchten zu retten, was nicht mehr zu retten war. Zu viel Nahrung fanden die Flammen.

Kontrolliert herunterbrennen lassen, so lautete jetzt die Aufgabe, alles andere war leider zwecklos geworden.

Das nun obdachlos gewordene Ehepaar, teilte Heists Bürgermeister Jürgen Neumann gestern mit, konnte zwischenzeitlich bei Nachbarn untergebracht werden. „Wir suchen jetzt eine Unterkunft. Und es sieht so aus, als ob wir bald auch eine finden“, so Neumann. Entstanden ist wirtschaftlicher Totalschaden. Ausgegangen werden kann von einer hohen sechsstelligen Summe. Die Kriminalpolizei hat mit den Ermittlungen zur Brandursache begonnen. Aufgrund der Schilderungen der Bewohner ist ein technischer Defekt nicht auszuschließen.

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