Fußball : Heist verliert zu hoch

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„Siggi, spiel ihn aus!“ Dies forderten im Spaß einige Zuschauer von Klaas-Gerrit (genannt Siggi) Both, dem Torwart der 1. Herren des TSV Heist, als er den Ball nach einem Rückpass am Fuß hatte und ihm ein Stürmer des SV Rugenbergen entgegenstürzte. Both entschied sich dafür, die Kugel wegzuschlagen – wenig später spielte auf der Gegenseite SVR-Keeper Dennis Schultz den Heistmer Andre von Glahn aus. Dies war einer von vielen Unterschieden, die im Erstrunden-Duell des Oddset-Pokals wie erwartet zwischen den Heistmern (Kreisliga 8) und den Bönningstedtern (Oberliga Hamburg) lagen und am Ende ein Ergebnis von 0:8 bedeuteten.

shz.de von
30. Juli 2012, 18:10 Uhr

An der Hamburger Straße legten Christian Dirksen (10.) und Sven Worthmann (12.) früh zwei Gäste-Tore vor. „Danach hat mich der Gegner mit seiner Spielweise aber nicht wirklich überzeugt“, so TSV-Trainer Volker Großmann. Wahre Worte: Der Oberligist spielte oft zu hektisch nach vorne und war bei Standard-Situationen erschreckend harmlos. Einzige Ausnahme war in der 31. Minute ein Eckstoß, in dessen Folge Dirksen den rechten Pfosten traf. „Da war ich noch dran“, flachste Both, der dem Ball in Wirklichkeit nur hinterher geschaut hatte. „Unsere neue Viererabwehrkette stand in der ersten Halbzeit gut und mit dem 0:2 zur Pause konnten wir zufrieden sein“, stellte Volker Großmann fest.

Im zweiten Durchgang schossen Dirksen (53.), Kai Steinhöfel (68., 72.), Artur Frost (81., 89.) und der Ex-Uetersener Parvis Sadat-Azizi (86.) den Favoriten noch zum 8:0-Kantersieg. „Meiner Meinung nach ist dieses Ergebnis um ein oder zwei Tore zu hoch ausgefallen – aber natürlich hat Rugenbergen, das in den letzten 20 Minuten konditionell noch einmal zulegen konnte, verdient gewonnen“, analysierte Volker Großmann, der den Nachteil hatte, dass sechs Stammkräfte erst einen Tag vor dem Pokalspiel aus einem gemeinsamen Norwegen-Urlaub zurückkehrten.

Deshalb kamen für die „Heistmer Jungs“ viele junge Akteure zum Einsatz, die ihre wenigen Chancen auf das Ehrentor nicht nutzten. In der 81. Minute sah TSV-Linksverteidiger Tim Ossenbrüggen wegen Meckerns noch die Gelb-Rote Karte. „Heist hat gut dagegen gehalten“, lobte SVR-Coach Ralf Palapies, der in der Saison 2005/2006 für den TSV Uetersen kickte.

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