Rückzug : Heinz Lüchau tritt ab

Der Kapitän geht von Bord, und obwohl es eine bewusste Entscheidung ist, verabschiedet er sich schweren Herzens: Haseldorfs langjähriger Bürgermeister Heinz Lüchau hört zum Ende des Monats auf, wird bis zur nächsten Kommunalwahl nur noch sein Mandat als einfacher Gemeindevertreter wahrnehmen. Zur Wahl im Frühjahr nimmt er dann endgültig seinen Hut, verabschiedet sich aus der Politik. Das teilte Lüchau gestern überraschend mit.

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12. September 2011, 20:49 Uhr

Schon während der nächsten Gemeindevertretersitzung am 22. September soll ein Nachfolger gewählt werden. Als Kronprinz gilt CDU-Fraktionschef und stellvertretender Bürgermeister Uwe Schölermann. Er bestätigte gestern im UeNa-Gespräch seine Bereitschaft zur Kandidatur.

Gründe für den Rückzug zum jetzigen Zeitpunkt gibt es einige: Heinz Lüchau hat sich seinen Wunsch erfüllt und im April sein 25-jähriges Jubiläum als Bürgermeister gefeiert. Schon vor geraumer Zeit hatte er immer mal wieder durchblicken lassen, dass er sich danach einen Rückzug durchaus vorstellen könne. Aber seiner Entscheidung dürften auch taktische Erwägungen vorausgegangen sein: Lüchau gibt seinem Nachfolger damit die Chance, sich vor der Wahl gründlich einzuarbeiten und gut zu vernetzen.

In jedem Fall tritt Uwe Schölermann in große Fußstapfen. Mit dem Namen Heinz Lüchaus sind große Projekte verbunden. So realisierte er während seiner Amtszeit zwei Baugebiete, machte die Bandreißerkate zu einem Kulturzentrum, schob den Verkauf des Seniorenheims an, brachte den Neubau für einen großen Kindergarten zusanmmen mit Haselau auf den Weg und setzte die Fusion der Haseldorfer Amts- mit der Uetersener Stadtverwaltung um. Und das sind bei Weitem nicht alle Projekte.

Bis heute ist Heinz Lüchau Amtsvorsteher. Ob er für dieses Amt nach 2013 erneut zur Wahl steht, ließ er offen. „Für mich ist das ein schwerer Abschied, aber irgendwann muss einmal Schluss sein“, sagte er. Er wolle nun gerne etwas mehr Freiheit haben, sich mehr um Familie und den Garten kümmern, das Reisen beibehalten. „Außerdem ist meine Frau jetzt dran. Sie hat in den vergangenen Jahren immer zurückgesteckt“, so der 76-Jährige, der inzwischen fünffacher Opa ist.

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