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Jahreshauptversammlung im Dörpshus : Heiner Hauschild ist neuer CDU-Chef

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Heiner Hauschild ist der neue Chef der Neuendeicher Christdemokraten. Auf der Jahreshauptversammlung des CDU-Ortsverbands im Dörpshus wurde der 35 Jahre alte Landwirt einstimmig gewählt. Günther Laudan gab den Vorsitz nach fünf Jahren in jüngere Hände ab. „Ich habe es als Ehre empfunden, mich für euch und das Dorf zu engagieren, nicht als Pflicht“, sagte er und ergänzte an seinen Nachfolger gerichtet: „Heini, ich bin nicht aus der Welt.“

Laudan, der sich aus gesundheitlichen Gründen zurückzog, dankte vor allem seiner Frau Ingeborg für ihre Unterstützung. Er plant, zukünftig mehr Zeit mit seiner Familie und auf seinem Boot zu verbringen.

Kreistagsabgeordneter Veit Ghiladi war Ehrengast des Abends und moderierte die Wahl. Hauschild, der im Ort gut vernetzt ist, sich als bürgerliches Mitglied im Gemeinderat engagiert und vor einem Jahr den Hof von seinem Vater Peter-Wilhelm übernommen hat, freut sich auf die vor ihm liegende Aufgabe. Er wird von erster Stellvertreterin Hannelore Kops, zweitem Stellvertreter Klaus-Hermann Früchtenicht, Schriftführerin Bärbel Thiemann und Schatzmeister Axel Teßen unterstützt. In seinem Bericht ging der scheidende Vorsitzende auf die aktuellen Themen in der Gemeinde ein. „Wir wissen nicht, was wir zahlen müssen, um eine Breitband-Internet-Versorgung in den Ort zu holen. Außerdem ist die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeugs geplant. Deshalb sollten wir unser Geld nur für das Notwendigste ausgeben“, so seine Meinung. Eine neue Bestuhlung für das Dörpshus, wie sie von der SPD-Mehrheit im Neuendeicher Ortsparlament angestrebt wird, gehört aus seiner Sicht nicht dazu. „Breitband und Feuerwehrfahrzeug sind schließlich zwei dicke Brocken“, ergänzte er. Beruhigendes konnte Laudan zum Thema SuedLink vermelden. Die Bundesregierung hat sich für eine Erdverkabelung der Trasse, die Windstrom in den Süden Deutschlands leiten soll, entschieden. Die Trasse wird auf dem kürzesten Weg verlegt. Daraus ergibt sich eine Elbquerung bei Glückstadt und nicht bei Neuendeich.

Abschließend ließ Laudan die Aktivitäten der vergangenen Monate Revue passieren. In guter Erinnerung ist allen das traditionelle Grünkohlessen mit 94 Gästen und Amtsdirektor Rainer Jürgensen als Bingo-Master und ein Kap-Horn-Reisebericht von Mitglied Bärbel Thiemann. Nachdem Schatzmeister Teßen einen soliden Ortsverbandshaushalt mit einem Bestand von 2500 Euro vorgestellt hatte, erteilte die Versammlung dem Vorstand einstimmig Entlastung. Veit Ghiladi berichtete von seiner Arbeit im Kreistag. „Wir haben 2015 viele Vorhaben angeschoben, die wir jetzt zu Ende bringen wollen“, sagte er. Als dringlichste Aufgabe sieht er es an, „in Sachen Kreisstraße 22 weiterzukommen“. Viele Gemeinden im Kreisgebiet haben eine Resolution unterschrieben, die zur Beschleunigung des K-22-Baus beitragen soll. „Wir sind aufgefordert, aktiv zu werden“, so der CDU-Abgeordnete. Er kritisierte in diesem Zusammenhang, dass der Landrat lediglich die hauptamtlichen Bürgermeister zu einem Austausch gebeten hatte. Die Meinung der ehrenamtlichen Bürgermeister blieb ungehört. Schriftführerin Thiemann trat vor 30 Jahren in die christlich demokratische Partei ein. Der scheidende Vorsitzende Laudan zeichnete die ehemalige Bürgermeisterin der Gemeinde für ihre Treue aus und überreichte ihr einen Blumenstrauß.

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erstellt am 01.Apr.2016 | 19:58 Uhr

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