Handball : Heimpleite gegen HSV

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200 Zuschauer kamen am Sonnabend in die Neue KGST-Halle, um das Oberliga-Derby zwischen den 1. männlichen B-Jugend-Teams des TuS Esingen und des HSV Hamburg zu sehen. Die Esinger drückten von Beginn an aufs Tempo: Den ersten Angriff der Hamburger fing die TuS-Abwehr ab und auf der Gegenseite wuchtete Christoph Heinzel den Ball aus vollem Lauf ins HSV-Tor – 1:0, noch keine 50 Sekunden gespielt. Ein Abtasten fand in dieser Partie nicht statt, die Spieler beider Teams kennen sich schließlich auch gut.

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20. September 2012, 20:11 Uhr

In der Anfangsphase führten die Esinger mehrmals mit ein oder zwei Toren, doch die Hamburger glichen immer wieder aus. Beim Stand von 7:5 bemerkte das Schiedsrichter-Gespann dann, dass die Spielzeit bei 6:41 Minuten stehengeblieben war – das musste so vier bis sechs Angriffe her gewesen sein. Die Ansage lautete daraufhin: Der Spielstand auf der Anzeigetafel gilt, die Zeit jedoch nicht. Beim Stand von 8:6 kam plötzlich ein Bruch ins Spiel der Esinger, die sich einen Fehlwurf leisteten. Anschließend glich der HSV nicht nur aus sondern ging, nach einem von seinem Torwart abgewehrten Ball, sogar mit 8:9 in Führung. Die Hausherren waren in dieser Phase ideenlos im Angriff, was sicher auch an den gesundheitlichen Einschränkungen von Hannes Haas lag, der zwei Tage zuvor noch bei der A-Jugend ausgeholfen hatte und dabei vom Gegner mehrmals hart attackiert worden war. Für „seine“ B-Jugend lief Haas trotzdem auf, war aber natürlich nicht so souverän und effektiv wie sonst. Die Gäste nutzten dies und gingen sogar mit drei Toren in Führung (8:11). Die Esinger kämpften sich zum 16:16-Ausgleich, gerieten aber kurz vor der Pause unglücklich mit 16:17 in Rückstand, als TuS-Torwart Jorrit Sommer zunächst eiben Gegenstoß parierte, dann aber mit einem Hamburger zusammenprallte; als die Esinger Feldspieler schon auf den Weg gen HSV-Gehäuse waren, warf ein HSV-Spieler den Ball ins leere TuS-Tor. Im zweiten Durchgang dominierten die Hamburger das Spiel. Nur von der 40. bis zur 47. Minute spürte man ein Aufbäumen bei den Esingern, deren Kampfgeist durch zwei Zeitstrafen innerhalb von 36 Sekunden geweckt wurde. Nachdem der TuS anderthalb Minuten in doppelter Unterzahl mit nur einem Gegentor überstanden hatte, verkürzte Leo Dombrowski per Siebenmeter auf 23:25. Die Hausherren kämpften großartig, verloren aber mit 27:31. Während die HSV-Talente „Derbysieger, Derbysieger“ jubelten, sagte TuS-Trainer Dr. Thomas Jüde nach dem Spiel: „Schade, schade, schade!“

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