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Uetersener Nachrichten

14. Dezember 2017 | 18:42 Uhr

Wettbewerb : Heimathaus fasziniert die Fotografen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Zwölf Briefumschläge mit Fotos des Tornescher Heimathauses hat Jürgen Körner bereits erhalten. „Jeden Tag kommen welche dazu“, sagte der Vorsitzende der Ernst-Martin-Groth-Stiftung, die den ehemaligen Ostermannschen Hof verwaltet, gestern. „Der Fotowettbewerb wird sehr gut angenommen“, stellte er fest.

shz.de von
erstellt am 16.Okt.2013 | 19:52 Uhr

Anlässlich des 275-jährigen Bestehens des Gebäudes hatten die Stiftung und die Gemeinschaft zur Erhaltung von Kulturgut in Tornesch dazu aufgerufen, Innen- und Außenaufnahmen des Heimathauses bei Körner einzureichen (die UeNa berichteten). Er rechnet damit, dass bei Einsendeschluss am Sonntag, 20. Oktober, wohl 60 bis 70 Aufnahmen vorliegen werden. Unter anderem besuchte eine Foto-AG der Volkshochschule Tornesch-Uetersen das Gebäude, um Aufnahmen anzufertigen. Erika Stoldt, Thorsten Berndt, Jürgen Körner und Carsten Koch bilden die Jury. Sie werden die drei besten Bilder auswählen.

Am Tag der offenen Tür, Sonntag, 27. Oktober, werden nicht nur die Gewinner ausgezeichnet, sondern auch die Wettbewerbsfotos ausgestellt. Körner wird in einem Vortrag die Geschichte des Heimathauses entfalten. Mitglieder der Kulturgemeinschaft und der Stiftung führen die Besucher durch das Gebäude.

Außerdem gibt es Kaffee und Kuchen.

Die Geschichte des Ostermannschen Hofes ist noch älter als 275 Jahre. Ein Kaufvertrag erwähnte die Anlage erstmals 1626. Johann Barenstecher veräußerte das Haus nebst Wagen und zwei Pflügen an Johann Krusen, wie auf der Internet-Seite des Heimatverbands für den Kreis Pinneberg zu lesen ist.

Vor 275 Jahren, 1738, übertrug Körner zufolge Johann Ostermann die Hofstelle an seinen Sohn Johannes Ostermann, der das heutige Hauptgebäude als Durchfahrtshaus errichtete. Es gilt als das älteste noch erhaltene Bauwerk der Ortschaft Esingen und als das einzige eingetragene Denkmal der Stadt Tornesch.

1906 übernahm Joachim Riedemann die Anlage und baute einen Kuhstall. Der nächste Eigentümer wurde Ernst Martin Groth (1892–1991). Er verpachtete den Hof an Gustav Lange und schenkte der Kulturgemeinschaft 550000 DM. Die Spende war an die Auflage geknüpft, nach seinem Tod eine Stiftung zu gründen, die unter anderem den Hof pflegen sollte. Zunächst erbte aber Lange das Gebäude-Ensemble, das er 1992 an die Stadt verkaufte. Im selben Jahr wurde die Stiftung gegründet. Lange zog damals nach Mecklenburg-Vorpommern und ist inzwischen gestorben, berichtete Körner.

Das Heimathaus gehört nach wie vor der Stadt. Sie übertrug die Verwaltung und Bewirtschaftung 1994 an die Stiftung. Die 300 Mitglieder umfassende Kulturgemeinschaft pflegt den Hof. Beim Tag der offenen Tür will Körner möglichst viele der Eigentümer begrüßen: „Wir machen das Haus auf für die Bürger der Stadt Tornesch, denn sie sind die Eigentümer“, sagte er. Körner will sämtliche Türen aufschließen. Besucher dürfen den Boden, das Büro und einen Raum besichtigen, der die Archive der Stadt, der Kulturgemeinschaft und auch eine Sammlung von Ausgaben Uetersener Nachrichten aus dem 20. Jahrhundert enthält.

Fotos für den Wettbewerb können noch bis Sonntag, 20. Oktober, bei Jürgen Körner, Esinger Straße 83, eingereicht werden. Jeder Teilnehmer darf zwei Aufnahmen im Format 20 mal 30 Zentimeter abgeben.

Am Tag der offenen Tür, Sonntag, 27. Oktober, können besucher das Heimathaus im Riedweg 3 von 14 bis 17 Uhr besichtigen.

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