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Jahresversammlung : Heidgrabener Sozialverband wächst

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wachstum verzeichnet der Orts- verband Heidgraben-Seestermühe des Sozialverbands Deutschland (SoVD). Während des vergangenen Jahres stieg die Mitgliederzahl um fünf auf 172. Der Ortsverband stellt nach Ellerbek den zweitkleinsten im Kreis Pinneberg dar. Einige Mitglieder wohnen sogar in Elmshorn, Hamburg und Wyk auf Föhr.

Ein Beitritt lohnt sich. Wie die Kreisverbandsvorsitzende Siegrid Tenor-Alschausky berichtete, erreichte die Kreisgeschäftsstelle während des vergangenen Jahres Nachzahlungen von 800000 Euro für die Mitglieder. „Die hatten falsche Bescheide erhalten“, sagte sie. Außerdem erwirkten die Berater laufende Zahlungen von jährlich 80000 Euro, die Bürgern zustanden, aber im ersten Anlauf nicht bewilligt worden waren. Siegrid Tenor-Alschausky riet den rund 45 Besuchern: „Wenn Sie im Gespräch sind und sich Probleme auftun, bei denen niemand helfen kann, vermitteln Sie die Menschen einfach an den Sozialverband. Wir können meist helfen.“

Thorsten Rockel, Bürgermeister von Seestermühe, zeigte sich nach diesen Ausführungen erstaunt. „Trotz der blühenden Wirtschaft kommen die Erlöse nicht bei jedem an“, stellte er fest. Zehn Prozent der Deutschen besäßen mehr als die Hälfte des Vermögens. „Es kann nicht sein, dass es in Deutschland immer mehr Altersarmut gibt, und einige Menschen sich die Taschen vollstopfen“, sagte Rockel. Die Höhe der Nachzahlungen besorgte ihn: „Da müssen unsere Verwaltungen besser werden“, verlangte der Bürgermeister. Der Ortsverband förderte im vergangenen Jahr die Gemeinschaft in Heidgraben. Der Vorsitzende Dirk Weber hatte den Rechtsanwalt Thomas Menzel für Vorträge zu den Themen „Erben und Vererben“ sowie „Verfügungen und Vollmachten“ engagiert. Viele der jeweils rund 45 Zuhörer meldeten zurück, dass die Abende sehr informativ waren, berichtete Dirk Weber. Jeweils etwa zehn bis 15 Mitglieder nahmen an Kaffee-Nachmittagen im MarktTreff teil. Auch die Ausfahrten des Sozialverbandes Heidgraben-Seestermühe fanden Anklang.

Über Rosemarie Weber steht die Ortsgruppe in Verbindung zum Kreis- und Landesverband. Sie engagiert sich als Orts- sowie Kreisfrauensprecherin und gehört auf Landesebene zum Ausschuss für Frauenpolitik. Dort organisiert sie zum Beispiel die Landesfrauen-Konferenz, zu der für November nach Büsum eingeladen wird. Die Kassenwartin des Ortsverbands Heidgraben-Seestermühe, Cornelia Borchard-Jürgensen, legte das Amt aus familiären Gründen zurück. Zur Nachfolgerin wählte die Versammlung dann einstimmig Sabine Stockhusen.

Ein Flüchtling verzaubert das Publikum und lässt einen Tisch schweben

Ein 15 Jahre alter Flüchtling aus Afghanistan unterhielt die Besucher der Jahreshauptversammlung mit Zaubertricks. Elias Sahabi stammt aus der Stadt Herat. Seine ersten Zaubertricks vollführte er im Alter von zwölf Jahren. Vor etwa sechs Monaten kamen er, seine Schwester, sein Schwager und seine zweijährige Nichte nach Deutschland. Er lebt in Prisdorf und besucht das Schulzentrum Nord in Pinneberg. Inzwischen tritt er jede zweite Woche auf. Im Heidgrabener Gemeindezentrum ließ Elias Sahabi Bälle verschwinden und wieder auftauchen.

Er zeigte Seiltricks und ließ einen Tisch schweben.

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erstellt am 17.Feb.2016 | 18:29 Uhr

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