Fußball : Heidgraben haftet das Pech an

Auch in ihrem letzten Saison-Heimspiel konnten die 1. Herren des Heidgrabener SV ihre Negativserie nicht beenden: Ein 1:4 gegen Gencler Birligi Elmshorn bedeutete am Sonntag die sechste Niederlage in Folge. „Dabei haben wir, von der Anfangsphase abgesehen, besser als in den vorherigen Wochen gespielt“, sagte HSV-Coach Ove Hinrichsen. So hatten die Hausherren sogar mehr Torchancen als die Gäste, die aber die hochkarätigeren Gelegenheiten besaßen und diese auch fast alle verwerteten, während den Heidgrabenern das Pech anhaftete.

shz.de von
05. Mai 2015, 20:08 Uhr

Zunächst fanden die Elmshorner deutlich besser in das Derby hinein und trafen bereits in der zweiten Minute den Pfosten. Nachdem auch HSV-Torwart Pascal Fritz einmal stark retten konnte (7.), nutzte Sercan Meric die dritte Gäste-Chance zum 0:1 (9.) ‒ allerdings „aus stark abseitsverdächtiger Position“, wie Hinrichsen monierte. Nach diesem frühen Rückstand kam die Heim-Elf besser ins Spiel und nach einer halben Stunde auch zu mehreren Chancen. Als Gencler-Keeper Sven Schulz einen Freistoß von Philippe Schümann zur Seite abwehrte, setzte Maik Siebels den Abpraller knapp am langen Pfosten vorbei (28.). Dann traf Schümann den Ball von halblinks aus nicht richtig (31.), ehe Maik Siebels im Eins-gegen-Eins-Duell nicht an Schulz vorbei kam (32.).

„Danach haben wir uns bis zur Pause leider zu sehr mit einigen Schiedsrichter-Entscheidungen beschäftigt und vom ständigen Diskutieren der Gencler-Spieler anstecken lassen“, haderte Hinrichsen. Nach dem Seitenwechsel gab es zügig zwei gute Gelegenheiten zum Ausgleich: Doch Schümanns Kopfball nach Fabian Doells Diagonalpass wehrte Schulz noch ab (47.) und nach dem folgenden Eckstoß klärten die Gäste einen Kopfball von Maik Siebels auf der eigenen Torlinie (48.) ‒ es sollte einfach nicht sein.

Stattdessen stand es plötzlich 0:2, als Nihat Meric nach einem Pass in die Schnittstelle der Heidgrabener Abwehr freie Bahn hatte (63.). „Dann haben wir uns hängen lassen“, klagte Hinrichsen. Auf das 0:3 (Arthur Reimche/66.) ließ Julian Hansen aber zügig das 1:3 folgen, als er Schümanns Hereingabe von rechts am langen Pfosten einköpfte (72.). Zweimal lag noch der Anschlusstreffer in der Luft ‒ aber Doells Kopfball nach einer Ecke klärten die Elmshorner noch auf ihrer Torlinie (75.), dann scheiterten Maik Siebels und Schümann bei einer Doppelchance am stark reagierenden Schulz (78.). Für die endgültige Entscheidung sorgte Sercan Meric, der einen Konter zum 1:4-Endstand nutzte (83.).

„Das war leider kein guter Heim-Ausklang“, so Hinrichsen, der allerdings einräumte: „Aufgrund unserer schlechten Leistungen in den letzten Wochen müssen wir uns das Glück erst wieder erarbeiten!“

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