Glasfaser I : Haseldorfer sagen Ja zum BZV

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„Diese Chance sollten wir nicht vertun. Wir sollten auf den Zug aufspringen.“ Mit diesen Worten hat Haseldorfs Bürgermeister Uwe Schölermann (CDU) auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung darum geworben, dem Breitbandzweckverband Südholstein (BZV) deutliches Interesse an einer Mitgliedschaft zu signalisieren. Viel Motivation war nicht nötig: Die sechs anwesenden Vertreter der CDU und die vier Vertreter der SPD-Fraktion waren sich einig. Sie ermächtigten Schölermann BZV-Verbandsvorsteher Jürgen Neumann die Beitrittsabsicht mitzuteilen.

shz.de von
08. Juli 2015, 21:54 Uhr

Erklärtes Ziel aller ist es, die Bürger mit einem Breitband-Glasfaserkabel direkt bis ins Haus zu versorgen.

„Wir wollen ein positives Signal setzen. Ich wüsste nicht, wie und wann wir es ansonsten schaffen könnten, einen leistungsstarken Internetanschluss in die Gemeinde zu holen“, so der Bürgermeister. Mangels einer Vorlage wurde die offizielle Abstimmung vertagt. Haseldorf ist auf den Beitritt zum Breitbandzweckverband Südholstein gut vorbereitet: Die 20000 Euro, die als Einlage gefordert werden, werden seit Jahren im Gemeindehaushalt bereitgehalten. Es wurde festgehalten, dass der Bürgermeister die Fraktionssprecher über den Verlauf des Gesprächs mit Verbandsvorsitzendem Neumann in Kenntnis setzt und dass nur bei Bedarf zu einer Sonder-Gemeindevertretersitzung zum Thema Breitband eingeladen wird.

Zu Beginn der Sitzung im „Haseldorfer Hof“ begrüßte Bürgermeister Schölermann Petra Triepels als neue Gemeindevertreterin der SPD-Fraktion. Sie rückte für Dr. Dominick Rehage nach, der sich aus beruflichen und familiären Gründen zurückgezogen hat. „Sein Ausscheiden ist ein echter Verlust für die Gemeinde“, bedauerte der Bürgermeister, drückte aber gleichzeitig Verständnis für die Situation des jungen Familienvaters aus. „Der Zuspruch auf den die Betreuungsklasse stößt, ist deutlich gestiegen“, sagte Schölermann in seinem Bericht. In Gesprächen mit Vertretern der Kirche, der Schule und der Kindertagesstätte wird aktuell nach Lösungsmöglichkeiten gesucht. Bisher nutzten vier bis fünf Kinder das Angebot, jetzt sind es 18. „Sehr positiv“ ist ein Treffen mit der Verwaltung aus Sicht des Bürgermeisters verlaufen, bei dem das Budget der Gemeinde unter die Lupe genommen wurde. Nur für Sportplatzschächte, die saniert werden mussten, fielen außerplanmäßige Kosten von 5000 Euro an. Die Erschließung des sogenannten Generationenparks, der in Haseldorf entstehen soll, kann noch in diesem Monat beginnen. „Wir bleiben im Kostenrahmen, das sieht alles gut aus“, so Schölermann. Er teilte ferner mit, dass der Kartenvorverkauf für das Gemeindefest, das im Rahmen der 825-Jahr-Feier für Sonnabend, den 5. September, auf dem Programm steht, angelaufen ist.

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