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Uetersener Nachrichten

17. August 2017 | 06:19 Uhr

Fußball : Haseldorf erlebt „Hinrichtung“

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Es tut mir leid für die Zuschauer, die Eintritt bezahlt haben!“ Trainer Jörg Dalecki sprach nach der bitteren 1:7-Heimpleite, die die 1. Herren des TV Haseldorf am Sonntag gegen die Sportfreunde Pinneberg kassierten, Klartext: „Die Einstellung war nicht die eines Raiba-Cup-Siegers!“ Dabei entsprach die Mannschaft, die im Schlosspark-Stadion auflief, von den Namen her ungefähr dem Team, das im Juli den Raiba-Cup gewann.

Bei schwülen Temperaturen begann die Partie im Schlosspark-Stadion ausgeglichen. Die Hausherren hatten zunächst sogar mehr Ballbesitz, gerieten aber in Rückstand, als ihr Linksverteidiger Jan Henrik Sötebehr eine Rechtsflanke von Martin Rawald nicht verhinderte und Yannick Christopher Baltz am langen Pfosten zum 0:1 einköpfte. Joris Justin Lüchau verpasste es, dies postwendend mit dem 1:1 zu beantworten, als er nach einem langen Freistoß von Christian Globisch genau in die Arme des Gäste-Keepers Dennis Patzke köpfte (19.). „Sporti“ zielte auf der Gegenseite zweimal besser: Mirko Stellmach (24.) und Ümit Demirel (39.) sorgten für ein 0:3 zur Halbzeit.

„In der Pause wurde es in unserer Kabine etwas lauter“, so Dalecki. Das Resultat: In nur sieben Minuten musste der bemitleidenswerte TVH-Torwart Joschua Heinsohn drei weitere Male hinter sich greifen (Demirel/46., Stellmach/50. und Sebastian Roman Sladek/52. trafen). „Bei den Sportfreunden war fast jeder Schuss ein Treffer – aber wir waren auch schlecht, wir waren einfach nur schlecht“, tadelte Dalecki. Jeder Gäste-Versuch saß dann doch nicht: Zweimal trafen die Kreisstädter den Pfosten; an diesem landete auch ein Elfmeter, den Johannes Scheck verursacht hatte, als er seinen Gegenspieler festhielt. Den Nachschuss des Elfmeters parierte Heinsohn.

Nach dem 0:7 (Sladek/72.) gelang Simon Thode noch der Haseldorfer Ehrentreffer (82.). Als Robin Bhakdeeyut verletzt passen musste, wurde Heinsohn von Dalecki in den Sturm beordert und Patrick Koschinski hütete in der Schlussphase das Tor. „Wir haben uns das Spiel selbst zerstört. Am Ende war es für mich wie eine Hinrichtung – man kann nur hoffen, dass dieses Debakel ein einmaliger Ausrutscher war“, so Dalecki abschließend.

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erstellt am 20.Aug.2012 | 20:56 Uhr

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