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Internationales Workcamp : Harte Arbeit und viel Spaß

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Als „Naturschutz für Wasserfeste“ ist beworben worden, was das Elbmarschenhaus vom 10. bis 30 Juni organisiert. „Es wird nass, schmutzig und bedeutet harte Arbeit“, verspricht Malte Göpel, Ranger für das Haseldorfer Naturschutzgebiet. 13 Jugendliche und junge Erwachsene aus Südkorea, Italien, Russland und Deutschland ließen sich von dieser Beschreibung nicht abgeschrecken. Sie machen mit beim internationalen Jugendworkcamp.

shz.de von
erstellt am 29.Mai.2013 | 19:35 Uhr

„Die Teilnehmer wollen etwas für den Naturschutz tun und internationale Kontakte knüpfen“, berichtet Bernd-Ulrich Netz, Leiter des Elbmarschenhauses. 2012 wurde das erste Camp in Haseldorf organisiert. Zu einer Neuauflage haben auch die Rückmeldebögen motiviert, die die jungen Leute anschließend ausfüllen mussten. Die waren „super positiv“, so Netz. Allen habe es trotz der harten Arbeit viel Spaß gemacht.

Die zupackenden Gäste werden etwa einen 1,5 Kilometer langen Kasernenzaun im Naturschutzgebiet Tävsmoor abreißen. „Der ist optisch schrecklich“, erklärt Netz, „und zudem ein Hindernis für Tiere, wie Rehe und Hasen.“ Müll wird am Strand in Wedel gesammelt und ein Graben im Haseldorfer Schutzgebiet vertieft. In den Holmer Sandbergen müssen Birken und Kiefern herausgerissen werden, die dort nicht hin gehören.

„Es gibt mehr zu tun, als zu schaffen ist“, sagt Göpel. „Wir wollen ihnen auch Abwechslung bieten.“

Zu den Einsatzorten werden sie per Drahtesel fahren. Untergebracht sind die jungen Aktivisten im Gemeindehaus der St. Gabrielkirche. Was die 16- bis 24-Jährigen Abends und am Wochenende machen, bleibt ihrem Organisationstalent überlassen. Ein Ausflug zu den Naturschutzgebieten an der Ostsee bietet das Elbmarschenhaus an.

Zudem soll eine Spielnachmittag in der St. Gabrielgemeinde für Kontakt mit der Dorfjugend sorgen. „Im vergangenen Jahr haben sich die Teilnehmer ihre nationalen Spezialitäten gekocht“, erinnert sich Göpel, bei dem die organistorischen Fäden zusammen laufen. Partner bei der Aktion ist der Internationale Jugendgemeinschaftsdienst (IJGD), über den sich die Beteiligten bewerben mussten. Mit 6000 Euro gefördert wird es vom Kieler Energiewendeministerium. Beantragt hatte die Summe der Trägerverband des Elbmarschenhauses.

Freiwillige aus der Region, die nicht nur etwas für die Umwelt tun, sondern auch internationale Kontakt knüpfen wollen, sind noch willkommen. „Wenn jemand einen Tag mitmachen will, kriegen wir das geregelt“, sagt Netz.

www.ijgd.de

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