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Uetersener Nachrichten

18. August 2017 | 17:08 Uhr

Fußball : Harmonisches Derby

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

28 Spieler, fünf Vereinsverantwortliche sowie zahlreiche Zuschauer warteten am Sonntag vergeblich auf den Schiedsrichter, der um 15 Uhr das Kreisliga-Derby zwischen den 1. Herren des TSV Heist und den 1. Männern des TV Haseldorf anpfeifen sollte. Am Telefon erklärte er, er habe wegen der Straßensperrungen für den Hamburger Marathon im Stau gestanden ‒ und erschien am Ende gar nicht an der Hamburger Straße. „Das ist ein Unding“, schimpften TSV-Trainer Ingo Jopp und TVH-Coach Ralf Huckfeldt, schließlich seien der Marathon und die Sperrungen „lange genug bekannt gewesen“.

Mit 40-minütiger Verspätung pfiff der Heistmer Hilmar Ossenbrüggen die Partie an; an den Linien assistierten ihm Sven Wilstermann (Heist) sowie Stefan Schott (Moorreger SV), der das Spiel „eigentlich nur als Zuschauer verfolgen wollte“. „Sie waren gute Spielleiter“, lobten beide Trainer, was auch den Spielern zu verdanken war: „Sie haben es den Schiedsrichtern leicht gemacht“, so Huckfeldt, der aber einschränkend hinzufügte: „Wenn es in diesem Spiel für eine Mannschaft oder gar für beide Teams noch um den Klassenerhalt gegangen wäre, wäre es schwer vorstellbar gewesen, dass ein Heistmer Schiedsrichter pfeift ...

“ Da aber sowohl für Heist als auch für Haseldorf der Abstieg in die Kreisklasse bereits besiegelt war, entwickelte sich eine sehr faire Partie. Jopp nannte es „ein harmonisches Derby“, in dem er in der ersten Hälfte „ein Übergewicht“ für seine Elf sah. Adrian Prieto vergab die beste TSV-Chance, als er nach einem Pass von Marc Richert von halbrechts aus freistehend scheiterte (24.). Auch Andre von Glahn hatte kein Schussglück (32.).

Nachdem der Haseldorfer Joris Justin Lüchau aus Nahdistanz nur die Latte traf (60.), gingen kurz darauf die Hausherren in Führung: Nach Philipp Scharrels Pass in die Tiefe jagte Martin Brügmann den Ball aus zehn Metern knallhart zum 1:0 in die kurze Ecke (65.). Danach intensivierten die Gäste ihre Bemühungen: „Unsere Mannschaft hat es bis zum Ende immer wieder versucht und sich den einen Punkt verdient“, sagte Huckfeldt, der in der Nachspielzeit tatsächlich noch den Ausgleich bejubeln konnte. Nach einem Eckstoß hatten die Heistmer den Ball eigentlich schon geklärt, doch die Haseldorfer eroberten das Spielgerät zurück: Lüchau behauptete sich am TSV-Strafraum und bediente Dominique Abratis, der zum 1:1-Endstand einschoss (93.).

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erstellt am 28.Apr.2015 | 21:10 Uhr

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