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Offener Brief : Hansen will stärkere Wirtschaftsförderung

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

So nicht. Bürgermeisterin Andrea Hansen (SPD) will den Ratsbeschluss zur Kürzung der Stelle für Wirtschaftsförderung (die UeNa berichteten) nicht einfach hinnehmen.

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erstellt am 16.Dez.2013 | 22:07 Uhr

Uetersen. So nicht. Bürgermeisterin Andrea Hansen (SPD) will den Ratsbeschluss zur Kürzung der Stelle für Wirtschaftsförderung (die UeNa berichteten) nicht einfach hinnehmen. Es sei zwar ihre Aufgabe, die politische Entscheidung umzusetzen, räumte sie gestern in einem offenen Brief ein. Die Rathaus-Chefin betonte jedoch: „Angesichts der intensivierten Wirtschaftsförderung in anderen Städten und Gemeinden des Kreises Pinneberg und der herausragenden Bedeutung für die Wirtschaftskraft und Arbeitsplätze werden auch wir in Uetersen über kurz oder lang eine Verstärkung dieser so wichtigen Arbeit herbeiführen müssen. Mein Ziel ist es daher, spätestens nach der Bürgermeisterwahl einen Anlauf in der Ratsversammlung zu unternehmen, um die Wirtschaftsförderung zeitgemäß und angemessen auszustatten.“ Den Vorschlag der Interessengemeinschaft Handel und Gewerbe (IHG) Uetersen, das Thema an einem runden Tisch zu besprechen, begrüßte sie. Wie berichtet, hatte eine Mehrheit aus CDU und der Wählergemeinschaft Bürger für Bürger (BfB) Uetersen in der Ratsversammlung am Freitag beschlossen, den Arbeitsplatz der städtischen Wirtschaftsförderin Meike Koschinski von einer halben auf eine viertel Stelle zu kürzen. Nicht nur SPD und Grüne hatten sich dagegen ausgesprochen. Kritik kam auch vonseiten der Uetersener Kaufleute. Der IHG-Vorsitzende Andreas Hinrich sprach von einem „falschen Zeichen“. Diese Meinung brachte er auch in einem Schreiben an die Ratsfraktionen zum Ausdruck, auf das Hansen mit ihrem offenen Brief antwortete. Sie bringt darin ihre Wertschätzung für Koschinski zum Ausdruck und beschreibt sie als „erfahrene Wirtschaftsförderin“. Die Ausrichtung eines Lehrstelleninfotags, die Förderung des Einzelhandels und des Stadtmarketings, die Beratung von Unternehmen und der überregionale Austausch seien „arbeitsintensive Felder ihrer Tätigkeit“. Hansen bedauert daher die Stellenkürzung. „Dieser neue Rahmen wird uns allen die Arbeit sicher nicht erleichtern“, schreibt sie.

Die Bürgermeisterin sieht ihre Aufgabe nun nicht nur darin, den Beschluss umzusetzen, sondern auch, „den Schaden möglichst gering zu halten“. Ausdrücklich bekräftigte sie, dass sie der IHG und allen Unternehmen in Uetersen weiterhin als Ansprechpartnerin zur Verfügung stehe. „Wir sollten unsere bewährte Kooperation trotz der beschlossenen Veränderung fortsetzen“, so Hansen. An einem runden Tisch möchte sie einen „größtmöglichen Konsens“ erreichen. Ihrer Auffassung nach müsste es auch in der Politik ein großes Interesse am Dialog mit den Kaufleuten geben.

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