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Bilanz der Gartenschau : Hansen: Die IGS war ein Gewinn

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Internationale Gartenschau (igs’ 13) in Hamburg-Wilhelmsburg hat ihre Pforten geschlossen. Es wurde bereits Bilanz gezogen. Rote Zahlen in Millionenhöhe haben sich eingestellt, weil die Besucher nicht so strömten wie geplant.

shz.de von
erstellt am 15.Okt.2013 | 18:16 Uhr

Doch in Hamburg schaut man auch nach vorne. Schließlich galt es von Anfang an, den sozialen Brennpunkt, den Wilhelmsburg darstellt, aufzuwerten. Mit einer grünen Oase. Folgerichtig sind die Verantwortlichen zwar nicht gerade erfreut ob der Miesen, die sich eingestellt haben, verweisen aber zudem auf den Mehrwert, der sich für die Menschen im Quartier eingestellt hat: den Wilhelmsburger Inselpark!

Jutta Balnemau, Stadtentwicklungssenatorin und Aufsichtsratsvorsitzende der igs’ 13, hatte es in ihrem Fazit angemerkt: „Für die Zukunft der Elbinseln war und ist die igs 2013 zusammen mit der IBA ein zentraler Bestandteil der Strategie, hier eines der wichtigsten Stadtentwicklungsprojekte voranzutreiben: Für die Menschen, die hier leben oder eine neue Heimat finden, für die Unternehmen, die hier Arbeitsplätze schaffen und erhalten und für einen Stadtteil, der sozial gerechtes, Umwelt gerechtes und wirtschaftlich solides Leben, Wohnen und Arbeiten garantiert. Mit der igs bekommt Wilhelmsburg einen Volkspark des 21. Jahrhunderts.“

Und auch Uetersen hat profitiert. Wohl auch nachhaltig. In der Rosenstadt weiß man: Es ist nicht leicht, das hanseatische Selbstbewusstsein in Richtung Westen zu lenken. Wie gut, dass genau von dort das Angebot kam, mit dem Rosarium ein Partnerprojekt stellen zu können.

Und wie gut, dass die Lokalpolitiker vor drei Jahren „Ja“ zu diesem Angebot sagten. So war die Rosenstadt dabei, hatte 171 Tage Gelegenheit, sich und ihre Kompetenzen einem internationalen Publikum vorzustellen. Auch die Facette „Hochzeitsstadt“ kam dabei – über das anwesende Standesamt – zur Geltung. Viele brachten sich ein: die Rosenfreunde Uetersen, die Kaufmannschaft (IHG) und die Stadt selbst mit ihren Majestäten, der Rosenkönigin und -prinzessin.

Bürgermeisterin Andrea Hansen ist vom Erfolg für Uetersen überzeugt: „Die Gartenschau war gute Teamarbeit und beste Werbung für die Rosenstadt. Als igs-Partner haben wir unserem einzigartigen Rosarium zu weiterer überregionaler Bekanntheit und zusätzlicher Präsenz in den Medien verholfen - und wir konnten zahlreiche neue Besucherinnen und Besucher in unserem Rosenpark begrüßen. Die Kooperation mit unserem großen Nachbarn Hamburg war auf jeden Fall ein Gewinn für Uetersen - die gesamte Präsentation ist so auch zu einem Erfolg unseres Stadtmarketings geworden. Auch wenn die prognostizierten Besuchererwartungen in Hamburg-Wilhelmsburg nicht erfüllt werden konnten, so hat die Gartenschau doch weit in die Metropolregion ausgestrahlt und zur Partnerschaft über Landes-, Städte - und Ortsgrenzen hinweg beigetragen. Der Einsatz vieler professioneller und ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer war großartig“.

Dr. Gert Müller, Vorsitzender der Rosenfreunde, äußerte sich etwas vorsichtiger: „Ein Erfolg ist schwer messbar. An den Gesprächen am Stand haben wir allerdings oft gehört, dass man nun, nachdem man sich auf der igs erkundigt hatte, nach Uetersen fahren wollte.“ Für die Rosenfreunde selbst sei es darüber hinaus interessant gewesen, habe man doch intensiven Kontakt zu den anderen Vertretern des Baumschullandes aufnehmen können. „Alle, die von uns dort warten, waren sehr zufrieden“, so Dr. Müller. 20-mal waren die Rosenfreunde vor Ort und konnten „ihr“ Rosarium vorstellen und ihre Rosenkompetenz unter Beweis stellen. Auch Vorträge gab es. Unter anderem sorgte Professor Dr. Hans-Peter Mühlbach für großes Interesse, als er die Vielfalt des Rosariums vorstellte.

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