zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

11. Dezember 2017 | 04:03 Uhr

Idee : Handwerker auf das Klärwerksgelände?

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Mit einer neuen Idee möchte die Freie Wahlgemeinschaft wieder Schwung in die festgefahrene Suche nach Flächen für Hetlinger Gewerbetreibende bringen. „Wir wollen prüfen lassen, ob das Gelände des Abwasser-Zweckverbandes von Handwerksbetrieben aus dem Dorf genutzt werden kann“, erklärt der FW-Fraktionssprecher Michael Rahn.

shz.de von
erstellt am 16.Jan.2013 | 19:55 Uhr

Mit einem Antrag zur Bauausschusssitzung am 12. Februar möchte die Wählergruppe die Vorstellungen vorantreiben. „Es gibt Handwerker die sich gerne vergrößern wollen“, erklärt Rahn. Das Klärwerk sei ein Betrieb, wo rund um die Uhr gearbeitet werde. Und es gebe beim azv Werkstätten, in der auch mal laut gearbeitet wird. „Das ist in einem Handwerksbetrieb normal“, erklärt Rahn. „führt aber innerhalb des Dorfes leider schnell zu Ärger mit den Nachbarn.“

Rückblick: Im neuen Flächennutzungsplan wollten die Politiker ein Gewerbegebiet in der Nähe es ehemaligen Grothschen Hofes an der Holmer Straße verankern. Doch bei einem Treffen im Sommer 2011 gab es sowohl von der Landes- als auch von der Kreisplanung ein „Nein“. Man wollte keine Splittersiedlung zulassen. Außerdem befindet sich das Gebiet in einem Grünzug und dort ist Gewerbe verboten.

Die Bürgermeisterin und CDU-Landtagsabgeordnete Barbara Ostmeier suchte das Gespräch mit ihrem Parteifreund, dem damaligen Innenminister und Chef der Landesplanung Klaus Schlie. Der riet ihr zu einem „Zielabweichungsverfahren“. Doch das war nicht erfolgreich. Bei einem Treffen im Sommer 2012 in Kiel – beide Seiten waren mit großer Mannschaft aufgelaufen – brachte die Landesplanung zusätzliche Argumente gegen die Hetlinger Gedanken vor.

Einzig ein Mischgebiet an der Holmer Straße neben dem Baugebiet Blink war man bereit zu bewilligen. Das lehnen die Freien Wähler allerdings ab. Wir wollen das Dorf nicht weiter in die Länge ziehen“, so Rahn. Hetlingen soll vielmehr „abgerundet“ werden. Deswegen wollen die Bürgerlichen zweigleisig fahren. Neben dem Klärwerksgelände für lärmintensivere Gewerbe soll Fläche im Dorf gefunden werden, das für Betriebe geeignet ist, die keine oder wenig Geräusche produzieren.

Und was denkt man beim Abwasser-Zweckverband über die FW-Idee? „Reden kann man über alles“, so Peter Janssen, Leiter des Geschäftsbereich „Ressourcen + Recht“. Allerdings will man erst einmal Konzeptionelles von der Gemeinde erfahren. Janssen weist jedoch auf baulicher Einschränkungen hin, die sich aus der Lage des Klärwerkes inmitten eines Naturschutzgebietes ergeben.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert