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Uetersener Nachrichten

19. Oktober 2017 | 21:03 Uhr

Einschreibungsfeier : Handwerk hat Zukunft

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Das Handwerk – gemäß Slogan „die Wirtschaftsmacht von nebenan“ – wappnet sich mit einer großen Ausbildungsbereitschaft gegen den drohenden Fachkräftemangel. Eindrucksvoll präsentierte sich der Nachwuchs der Kreishandwerkerschaft Westholstein am vergangenen Sonnabend auf der Einschreibungsfeier in der Elbmarschenhalle in Horst. Nach ihren 14 Innungen gegliedert zogen die Lehrlinge mit ihren Obermeistern in die Halle ein. Das Bauhandwerk stellte mit über 200 Auszubildenden die größte Gruppe, aber auch die Dachdecker und Informationselektroniker hatten mit nur je einem Lehrling ihren Auftritt. Mit insgesamt 980 geschlossenen Ausbildungsverträgen liegt die Anzahl der Lehrlinge auf etwa gleichem Niveau wie im Vorjahr.

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erstellt am 21.Nov.2011 | 21:09 Uhr

Mit den Worten „In Ehrbarkeit, Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeit und Treue“ sowie drei kräftigen Hammerschlägen eröffnete Kreishandwerksmeister Helmut Rowedder nach alter Tradition den feierlichen Akt und begrüßte neben den Auszubildenden, ihren Eltern, Ausbildern und Lehrern auch zahlreiche Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung. In seiner Rede hob er die Bedeutung der Ausbildung als Fundament für das spätere Berufsleben hervor und zeigte Möglichkeiten der Weiterbildung auf.

Durch die Veranstaltung führte RSH-Moderator Carsten Kock. Dr. Tamara Zieschang aus dem Kieler Wirtschaftsministerium nannte im Interview den drohenden Fachkräftemangel und die Schaffung von Finanzierungsmöglichkeiten von Investitionen als die beiden größten Baustellen in der Politik. Ulrich Mieschke vom Handwerk Schleswig-Holstein e. V. wünschte sich von der Politik die Verlässlichkeit, dass Vorgaben und Verordnungen endlich einmal länger als eine Legislaturperiode Bestand hätten.

In einer Talkrunde der Lehrlinge kamen die angehende Metallbaugesellin Kassandra Heinemann und ihr Kollege Tim Jessen von der Sanitär- und Heizungstechnik zu Wort. Mittelfristig ist bei beiden die Führung eines eigenen Betriebes das Ziel. Bäckergeselle Niklas Dwenger, der während der Veranstaltung als Landes- und Bundessieger geehrt wurde, strebt die Übernahme des elterlichen Betriebs an.

Landes- und Bundessieger 2011 Auf der Einschreibungsfeier wurden elf Nachwuchskräfte aus dem Kreis Pinneberg für ihre Leistungen im Landeswettbewerb geehrt: Erste Landesbeste: Timo Wandschneider, Gerüstbauer; Malte Rejzek, Systemelektroniker; Marvin Rave, Tischler, Niklas Dwenger, Bäcker; Raik Averhoff, Feinoptiker, Janine Görtz, Kauffrau für Bürokommunikation. Zweite Landesbeste: Serdal Akbulut, Fliesenleger, Hendrik Mohr, Feinwerkmechaniker, Dennis Christian Glas, Informationselektroniker, Helger Mülder, Systemelektroniker; Konstantin Grothe, Bootsbauer; Gesa Erdmann, Feinoptikerin; Michele Brammer, Kauffrau für Bürokommunikation.

Auf großes Interesse stieß die kurzweilige Präsentation des ehemaligen Wandergesellen Valdas Chormanskis. Er berichtete von seiner vierjährigen Wanderschaft, die ihn auf vier Kontinente führte. Heute studiert er in Wismar.

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