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Uetersener Nachrichten

13. Dezember 2017 | 12:47 Uhr

Handball : Handballer mit Handicap

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Bereits im Februar 2010 wurde die Initiative „Freiwurf Hamburg“ von engagierten Hamburger Handballtrainern ins Leben gerufen. Inzwischen hat sich dieses Projekt etabliert und bietet Menschen mit geistigem Handicap die Möglichkeit, regelmäßig Handball zu trainieren und neuerdings sogar auch zu Punktspielen anzutreten: Am Sonnabend, 21. September nimmt die „Freiwurf Hamburg-Liga“, die in diesem Sommer neu gegründet wurde, ihren Spielbetrieb auf.

shz.de von
erstellt am 12.Sep.2013 | 17:58 Uhr

Mit dem Elmshorner HT ist auch ein Team aus dem Kreis Pinneberg ist in der Freiwurf-Liga dabei: „Wir sind hervorgegangen aus dem ‚Förderzentrum geistige Entwicklung‘ der Raboisenschule“, berichtete Astrid Tillein, die das Team betreut. Tillein, die einst die Mini-Handballer des TuS Esingen trainierte, arbeitet in der Elmshorner Raboisenschule als Lehrerin und präzisierte: „Unsere Mannschaft gibt es erst seit vier Wochen und wir haben uns unter dem Dach des Elmshorner HT zusammengeschlossen!“ Die meisten Team-Mitglieder besuchen die Raboisenschule: „Unsere Spieler wohnen in Elmshorn, Tornesch und Uetersen“, so Tillein, „und unser Team ist bunt gemischt mit Frauen und Männern: Unsere Jüngsten sind 13 Jahre alt, unsere Ältesten sind 25!“

Trainiert wird immer donnerstags von 16.30 bis 18 Uhr in der Elmshorner Olympia-Halle. Die EHT-Spieler und Tillein würden sich sehr über weitere Mitspieler freuen: „Zum Reinschnuppern sind alle Menschen, egal ob mit oder ohne geistiges Handicap, ganz herzlich willkommen!“

Die Initiative „Freiwurf Hamburg“ kooperiert auch mit „Special Olympics Hamburg“ und war anlässlich ihres dreijährigen Bestehens am vergangenen Sonnabend beim „Unified-Sportfest Hamburg“, das die Verantwortlichen von Special Olympics gemeinsam mit dem Hochschulsport Hamburg ausrichteten, dabei. Zu den teilnehmenden Handball-Mannschaften gehörte natürlich auch das EHT-Team, das sich in der großen Sporthalle am Turmweg am Ende den Turniersieg sicherte.

„Neben Menschen mit geistigem Handicap konnte jedes Team auch bis zu drei Menschen ohne Handicap einsetzen; wenn diese ein Tor warfen, zählte dieses nur einfach, während die Treffer eines Spielers mit Handicap dreifach zählten“, erläuterte Tillein den Turniermodus. Jede Partie ging jeweils über einmal zehn Minuten. Die Elmshorner gewannen ihre drei Vorrunden-Spiele allesamt (7:1 gegen den Altrahlstedter MTV Hamburg, 12:5 gegen die Fireballs Munkbrarup und 8:5 gegen den SV Eidelstedt). Im Finale ging es gegen die Sportfreunde Wild, bei denen unter anderem der Hamburger Innensenator Michael Neumann, Schirmherr der Veranstaltung und ein früherer Handballspieler, mitspielte. Mit einem 12:6 sicherte sich das EHT-Team in souveräner Manier den Turnier-Sieg.

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