Gemeinschaftsschule : Hand in Hand mit dem Betrieb

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Eine Kooperationsvereinbarung haben gestern die Gemeinschaftsschule Am Himmelsbarg und die Firma Ossenbrüggen Feinwerktechnik geschlossen. Das Moorreger Unternehmen will Präsenz an der Bildungseinrichtung zeigen und seine Türen bevorzugt für dessen Schüler öffnen.

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24. Juni 2015, 20:10 Uhr

Die neuen Partner wollen damit dem Trend entgegenwirken, dass immer weniger Schüler einen handwerklichen Beruf lernen. „Die Realschüler, die wir gebrauchen könnten, gehen meist weiter zum Gymnasium“, sagte gestern Christina Ossenbrüggen, Prokuristin der Moorreger Firma. Dieser Weg erweise sich aber nicht für jeden Schüler als richtig. Rektorin Karen Frers betonte: „Das Abitur ist ein hohes Ziel, aber da bleiben auch viele auf der Strecke.“ Von Praktika kehrten dagegen viele Jugendliche begeistert zurück. Die betriebliche Ausbildung sollte daher aufgewertet werden. Diesem Ziel dienst die Kooperation.

Die Firma Ossenbrüggen will den Schülern den Weg in die Praxis erleichtern. Sie möchte regelmäßig Gruppen zu Betriebsbesichtigungen einladen. Mitarbeiter sollen Elternabende, Lehrerkonferenzen und den Fachunterricht besuchen. Ossenbrüggen will Praktikumsplätze und bei entsprechender Leistung auch Ausbildungsstellen bevorzugt an Moorreger Schüler vergeben. Im Gegenzug wird die Einrichtung die Firma in einem Schaukasten sowie auf ihrer Internet-Seite vorstellen und auf Praktikums- sowie Ausbildungsplätze bei Ossenbrüggen hinweisen. Der Betrieb bildet jeweils eine Bürokauffrau aus und stellt pro Lehrjahr vier angehende Feinwerkmechaniker ein.

Die Firma erhofft sich von der Kooperation guten Nachwuchs, die Schule wiederum gute Perspektiven für ihre Abgänger. „Wir haben ein gutes Gefühl, wenn wir wissen: Unsere Schüler gehen in einen erfolgreich arbeitenden Betrieb“, so Frers.

Die Kooperation gilt für unbestimmte Zeit und beginnt sofort. Bernd Kunz, Ausbildungsleiter bei Ossenbrüggen, besucht heute die neunten Klassen.

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