zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

22. Oktober 2017 | 16:32 Uhr

Zukunft : Hallenbad bald Bürgersache?

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

In der Diskussion um die Zukunft des Elmshorner Badeparks könnten bald die Bürger zu Wort kommen. Der SPD-Stadtverordnete Thorsten Mann-Raudies (kl. Foto) strebt eine direkte Beteiligung der Elmshorner an und will zur nächsten Sitzung des Stadtwerkeausschusses am Montag einen entsprechenden Antrag einbringen.

shz.de von
erstellt am 04.Mär.2016 | 21:41 Uhr

Dass die Einbindung der Bürger in aktuelle städtische Planungen funktionieren kann, hat Elmshorn in der Debatte um den Neubau eines Rathauses bewiesen. Nun könnte diese Erfolgsgeschichte im Zusammenhang mit dem Badepark fortgesetzt werden.

„In den sozialen Netzwerken ist es überdeutlich: Die Elmshornerinnen und Elmshorner möchten über ihr neues oder saniertes Hallenbad ein Wörtchen mitreden“, sagte Mann-Raudies, Sprecher Stadtwerkepolitik und Vorsitzender des Ausschusses für Kultur und Weiterbildung. Was Schwimmsportvereine und Schulen vom neuen Hallenbad erwarteten, sei bekannt. „Jetzt wollen wir dieses Wissen durch die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger ergänzen“, sagte der Sozialdemokrat.

Seit Mai vergangenen Jahres ist das Hallenbad geschlossen. Nachdem Badegäste das Personal auf schwarze Flecken und Brocken innerhalb und außerhalb des Schwimmbeckens aufmerksam gemacht hatten, hatte das Gesundheitsamt Proben genommen und dabei ein krebserregendes Polymer nachgewiesen. Das Ergebnis führte zur sofortigen Schließung der Wasserwelten. Geöffnet blieben lediglich die Traglufthalle und die Saunalandschaft.

Seitdem wird in Elmshorn über die Zukunft des Freizeitbades diskutiert, eine Debatte, die ihren Höhepunkt erreichte, nachdem die Stadt vor einigen Wochen angekündigt hatte, in dem ehemaligen Gymnastikraum vorübergehend Flüchtlinge unterbringen zu wollen. Befürchtungen vieler Bürger, das Hallenbad könnte damit endgültig Geschichte sein, werden sich aber wohl nicht bewahrheiten.

Neben Bürgermeister Volker Hatje und Stadtrat Dirk Moritz haben sich inzwischen viele Elmshorner Politiker für den Erhalt ausgesprochen. Fraglich ist nur, wie die Zukunft aussehen kann. Eine Möglichkeit wäre eine umfassende Sanierung mit notwendiger Modernisierung, zweite diskutierte Variante ist der Abriss der alten Halle mit einem Neubau. Für Thorsten Mann-Raudies bedeuten beide Varianten eine „seltene Chance zur Schaffung eines modernen Bades“. Aber eine teure! Nach ersten vorsichtigen Schätzungen könnte selbst eine Sanierung bis zu vier Millionen Euro kosten.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert