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Uetersener Nachrichten

19. Oktober 2017 | 20:20 Uhr

Bilanz : Halbzeit im Landratsamt

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Heikel“ und „teilweise zerrüttet“ nannte Landrat Oliver Stolz das Verhältnis zwischen Politik und Verwaltung im Kreis Pinneberg bei seinem Amtsantritt. Das zu ändern, war einer von Stolz’ Ansprüchen, als er am 1. April 2010 das Amt des Landrates übernahm. Mehr Miteinander, eine bessere Gesprächskultur und eine Verbesserung der Zusammenarbeit, waren Stolz’ Wünsche in Bezug auf den Umgang zwischen Verwaltung und Kreistag. Letzterem wollte Stolz wieder mehr Entscheidungsrechte zurückgeben. Die wurden vom Kreistag damals vehement vermisst.

shz.de von
erstellt am 20.Mär.2013 | 19:40 Uhr

Zu Recht, wie Olaf Stolz findet. Auf der anderen Seite möchte Stolz auch wieder die Fairness und Akzeptanz für die Verwaltung einfordern, die bis zu seinem Amtsantritt während des Konfrontationsprozesses wohl abhanden gekommen war.

Auch wenn bei seinem Antritt nicht gerade „schönes Wetter“ herrschte, so ist Stolz doch der Ansicht, dass es ihm – bei allen Schwierigkeiten – gelungen sei, zu allen Kreistags-Fraktionen ein gutes Vertrauensverhältnis herzustellen.

Wenn man sich einig ist, im Kreis, so trete man nach außen dann aber auch sehr stark auf. Das sei vor allem bei dem jüngst verabschiedeten Konsolidierungskonzept des Kreises so gewesen, auch wenn dort nicht alle mitgestimmt hatten.

Besonders freute sich der Landrat über die Schulsozialarbeit im Kreis Pinneberg. Eine von der Politik auf den Weg gebrachte Sache, die von der Verwaltung in den Kreis gebracht wurde und vor allem auch mit Hilfe der Kommunen kreisweit vorbildlich organisiert und durchgeführt wird und landesweit vorbildlich sei.

Ohnehin ist Oliver Stolz die Zusammenarbeit mit den Kommunen ein besonderes Anliegen, weshalb man in diesem Bereich diverse Veranstaltungen, sowie verschiedene Workshops mit den Bürgermeistern und Bürgermeisterinnen durchgeführt hat.

„Wir als Kreis wollen mit den Kommunen partnerschaftlich umgehen“, sagte Stolz und stellte zufrieden fest, dass es im Großen und Ganzen auch sehr partnerschaftlich zugehe. Was noch nicht im von Stolz gewünschten Maße praktiziert wird, ist hingegen die Zusammenarbeit mit den Kommunen. Hier würde Stolz gerne mehr Kooperationen eingehen um die verschiedenen Aufgaben besser und vielleicht hin und wieder auch kostengünstiger bewältigen können, sieht aber gleichwohl ein, dass auch die Kommunen ihre Präferenzen haben und versteht ihre Befürchtungen, wenn sie Aufgaben abgeben sollen.

Drei Projekte waren es in der Vergangenheit, die Stolz besonders in Anspruch genommen haben: Der Umzug der Kreisverwaltung nach Elmshorn, das Thema Haushaltskonsolidierung und die Verwaltungsneuorganisiation.

Zur Umsiedelung der Kreisverwaltung nach Elmshorn sagte Stolz, das damit nicht das Ziel verfolgt wurde, den Standort Elmshorn zu stärken. Vielmehr habe sich die Entscheidung aufgrund des Angebotes zum Immobilienerwerb ergeben.

Den Weggang der Regio-Klinikverwaltung aus Uetersen nannte Stolz „naheliegend“, da für die Verwaltung der Kliniken eine enge Anbindung an mindestens ein Klinikum wichtig sei, was in Elmshorn nun gewährleistet ist. Stolz wollte diese Entscheidung aber nicht als eine Absage an Pinneberg verstanden wissen.

Zu Pinneberg selbst sagte der Landrat, dass Pinneberg „etwas tun“ müsse, was auch die jüngste Einwohnerbefragung gezeigt hätte. Mit Urte Steinberg habe Pinneberg allerdings eine Person, die den Willen und auch das Herzblut hat, in Pinnberg als Bürgermeisterin einiges voranzubringen und auch die Politik mitzunehmen.

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