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Fördergelder laufen aus : Hainholz: Lebensqualität im Quartier deutlich gestiegen

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Was einst ein sozialer Brennpunkt war, ist jetzt ein Quartier mit hoher Wohn- und Lebensqualität“, lobt Landesinnenminister Andreas Breitner zum Abschluss der Sanierung und Modernisierung des Elmshorner Stadtteils Hainholz.

Im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms „Soziale Stadt“ haben Bund, Land und Kommune in 12 Jahren 10,3 Millionen Euro investiert, um das vorher verwahrloste Hainholz wieder zu einem lebendigen Viertel mit guter Infrastruktur zu machen. Leicht war das nicht. Erst als der alte Eigentümer zum Verkauf gedrängt und der neue Besitzer, die Hamburger TAG Immobilien, verpflichtet werden konnte, über 30 Millionen Euro in die Modernisierung der Gebäude zu investieren, war der Durchbruch geschafft. Heute sind 100 Prozent der Wohnungen belegt. Vor der Sanierung gab es einen Lehrstand von 28 Prozent.

„Ich habe immer gesagt: Hainholz hat eine super Lage. Es ist eigentlich völlig unverständlich, wieso dieses Viertel vorher so schlecht genutzt wurde“, erklärt Stadtteilmanager Wulf Dau-Schmidt, der die Strategie für die umfassende Aufwertung des Viertel entwickelte. Nach wie vor hängt Hainholz der Ruf des „Ghetto-Viertels“ der Stadt an. Dieses Stigma ändert sich langsamer als das tatsächliche Bild. Daher war es ein wichtiger Bestandteil der Stadtteilentwicklung, das Quartier in seine Umgebung zu integrieren und Zusammenhänge zu schaffen. Mit dem Aufbau des Einkaufszentrums wurde dieses Ziel zu einem Teil erreicht. Es wird von den Bewohnern des gesamten Südostens von Elmshorn angenommen. Außerdem konnten dadurch 65 neue Arbeitsplätze im Viertel geschaffen werden.

Wichtige Arbeit für den Anschluss des Viertels mit den umliegenden Gebieten leistet der Stadtteilverein Elmhorn-Hainholz. „Wir sind das Bindeglied zwischen den Einwohnern und der Stadt. Wir veranstalten zum Beispiel Stadtteilfeste, Sport- und Kulturveranstaltungen, die den Austausch fördern“, so Norbert Borgwaldt, der 1. Vorsitzende des ehrenamtlichen Vereins. Die Arbeit des selbstständigen Städtebauplaners Wulf Dau-Schmidt ist mit Auslauf der Fördergelder im Dezember nun abgeschlossen: „Mir hat die Zusammenarbeit mit der Stadt, den Vereinen und sozialen Einrichtungen viel Spaß gemacht. Ich kann jetzt gehen und weiß das Viertel in guten Händen“, sagt er zum Abschied.

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erstellt am 02.Dez.2012 | 18:04 Uhr

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