Südhafen : Hafenausbau auf Helgoland geht voran

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„Wir buddeln uns erfolgreich durch den Untergrund“, kommentiert Peter Singer, Geschäftsführer der Hafengesellschaft Helgoland (HGH) die laufenden Ausbauarbeiten des Helgoländer Südhafens. Der Hafen soll als Umschlagplatz für zukünftige Offshore-Windkraftprojekte genutzt werden. „Wir beginnen jetzt mit der zweiten Bauphase, dem Ausbau der Planstraße A, die später den Binnenhafenbereich und Südhafen verbindet.

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09. Oktober 2012, 21:44 Uhr

Nächste Woche kommt die Firma auf die Insel, die die 450 Meter lange Straße erschließen wird“, erklärt Singer. Im Hafenbecken geht derweil die Baureifmachung weiter. Die im Juli begonnenen Arbeiten sind eher als Räumungs-, denn als Bauarbeiten zu bezeichnen. Die komplette Hafenfläche ist versetzt mit Altlasten, Bauschutt und Bomben aus dem 2. Weltkrieg. Besondere Sicherheitsmaßnahmen sind notwendig; der Kampfmittelräumdienst Schleswig-Holsteins ist permanent vor Ort. Elf Bomben wurden bereits gefunden, die vor Ort entschärft werden mussten und hunderte weitere Kampfmittel, die teilweise sehr gefährlich sind. Zeitplan und Etat sind dadurch aber nicht gefährdet. „Wir rechnen damit, wie geplant im Februar 2013 die Baumaßnahmen im Südhafen zu beenden“, meint Singer. Dann können die Offshore-Windkraftbetreiber E.on, RWE und WindMW die Hafeninfrastruktur nutzen. Gleichzeitig wird sämtlicher Güterverkehr der Insel vom Binnenhafen zum Südhafen verlagert. Mit der anschließend geplanten Fertigstellung des Binnenhafens im Frühjahr 2015 sind die Ausbaumaßnahmen der Insel-Infrastruktur beendet. Das Land Schleswig-Holstein fördert das Projekt mit knapp 15 Mio. Euro.

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