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Uetersener Nachrichten

23. Oktober 2017 | 15:32 Uhr

Fußball : Haag wie Diaz

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Große Parallelen zum wohl wichtigsten Tor in der ‒ zumindest jüngeren ‒ Vereinsgeschichte des Hamburger SV wies der Treffer auf, mit dem die 1. Herren des FC Union Tornesch am Sonntag im Bezirksliga-Spiel beim SSV Rantzau in Führung gingen. Wie Marcelo Diaz, der den HSV am 1. Juni 2015 mit seinem Freistoß-Tor im Relegations-Rückspiel in der Nachspielzeit vor dem drohenden Abstieg in die 2. Bundesliga bewahrt hatte, so zirkelte nun Serge Haag einen 17-Meter-Freistoß oben links in den Winkel. Unhaltbar und traumhaft schön ‒ entsprechend ausgelassen war auch der Torjubel aller Tornescher.

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erstellt am 03.Apr.2016 | 21:11 Uhr

Zu diesem Zeitpunkt waren gerade einmal drei Minuten absolviert und die Rantzauer mussten noch froh darüber sein, die restliche Spielzeit nicht in Unterzahl bestreiten zu müssen ‒ denn das dem Freistoß vorhergehende Foul von Jan-Niklas Rohr, der den halblinks durchgebrochenen Serge Haag stoppte, roch doch sehr nach einer „Notbremse“, zog aber nur die Gelbe Karte nach sich. „Wir hatten nicht damit gerechnet, schon so früh in Führung zu gehen, konnten dadurch aber noch besser aus einer kompakten Abwehr mit Kontern für Gefahr sorgen“, frohlockte FCU-Coach Stefan Dösselmann.

In der 19. Minute bauten die Gäste ihren Vorsprung bereits aus: Torjäger Björn Dohrn setzte sich schön durch und schob freistehend vor SSV-Keeper Jan-Florian Grospitz zum 0:2 ein. Eigentlich hätten die Tornescher vor der Pause sogar noch das dritte Tor nachlegen müssen: Als Tobias Brandt frei durch war, traf er aber nur den Pfosten und den Abpraller setzte Dohrn auch, weil er leicht umgerissen wurde, über die Latte (29.). Drei Minuten später scheiterte Dohrn freistehend an Grospitz und Dösselmann vermutete: „Mit dem 0:3 wäre die Partie wohl vorzeitig entschieden gewesen.“

So ließen die Tornescher die Rantzauer kommen ‒ übrigens „etwas zu sehr“ nach Dösselmanns Geschmack. Die fast ausnahmslos mit langen Bällen agierenden Hausherren hofften aber vergeblich auf den Anschlusstreffer. „Als in der zweiten Hälfte die Kräfte immer mehr schwanden, haben wir unseren Vorsprung verwaltet“, berichtete Dösselmann. Dohrn und Serge Haag vergaben gute Konterchancen, auch Timo Badermann scheiterte an Grospitz (81.). So war es Patrick Stahnke, eine von insgesamt drei Leihgaben der 2. Union-Herren, der kurz vor Ultimo mit einem schönen Volleyschuss in den Winkel den 0:3-Endstand herstellte (86.). „Wir standen sehr kompakt und sicher in der Abwehr und haben auch in der Höhe verdient gewonnen“, freute sich Dösselmann nach dem Sieg, der den Vorsprung auf die viertplatzierten Rantzauer auf acht Punkte anwachsen ließ.

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