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Umweltschutz : Gymnasiasten pflanzten gestern 2100 Bäume

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Im Rahmen des Auwaldbildungsprojektes „LMG-Zukunftswald“, das das Ludwig-Meyn-Gymnasium Uetersen seit 2002 mit verschiedenen Kooperationspartnern der Aktionsgemeinschaft Auwaldbildung am Oberlauf der Krückau in den Gemeinden Alveslohe und Langeln betreibt, pflanzte der 7. Jahrgang mit seinen 140 Schülern gestern in einem weiteren Teilschritt noch einmal 2100 Bäume an der Krückau in Langeln.

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erstellt am 11.Apr.2014 | 22:44 Uhr

Mit dieser bewundernswerten Aktion wächst der Auwald auf insgesamt über 27 Hektar an. Die Aktion verfolgten Langelns Bürgermeister Hans-Detlef Fuhlendorf, die Barmstedter Bürgermeisterin Heike Döpke und Jörg Kastrup, Leiter der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Pinneberg, mit großem Interesse.

Das Pflanzen erfolgte in der Trägerschaft des Wasserverbandes Krückau auf einer verbandseigenen Fläche von fast zwei Hektar und wurde vom Umweltministerium aus Mitteln für die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie gefördert. Vorrangiges Ziel ist es, einen Beitrag zur ökologischen Verbesserung der Krückau und ihrer Talaue zu leisten. Die Mädchen und Jungen möchten mit ihren Aktionen nachhaltig zum Klimaschutz beitragen. Denn das Ganze versteht sich als ein Projekt im Sinne der UN-Initiative Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Die Ausführung gestern erfolgte mit Unterstützung durch die Kreisjägerschaft Pinneberg, deren Mitglieder die Schüler bei der Pflanzung der Erlen, Flatterulmen, Winterlinden, Eschen, Eichen und Hainbuchen anleiteten, sowie durch den Wasserverband Krückau, in dessen Zuständigkeit die Pflanzgatter errichtet worden waren und der mit belegten Brötchen und Getränken für das leibliche Wohl sorgte. In diesem Zusammenhang dankte Verbandsvorsteher Karl-Heinz Bonnhoff der Bäckerei Sass in Barmstedt, der Landschlachterei Jensen in Hemdingen und der Gemeinde Langeln als Spendern. Elisabeth Pitz als Vertreterin des Schulleiters sagte: „Die Baumpflanzaktion ist ein gelungenes Beispiel aus dem Bereich Bildung für Nachhaltige Entwicklung und des Ludwig-Meyn-Gymnasiums als Zukunftsschule. Besonders beeindruckend ist es für die Schulgemeinschaft, über die Jahre zu beobachten, wie sich aus den Baumpflänzchen Bäume und ganze Waldstücke entwickeln.“

Forstdirektor a. D. Hans-Albrecht Hewicker als Vorsitzender der Kreisjägerschaft äußerte sich ebenfalls begeistert: „Wir Jäger unterstützen immer wieder gern diese eindrucksvollen Aktionen des LMG, denn darin werden zwei unserer wesentlichen Ziele vorbildlich umgesetzt, nämlich die Erhaltung und Förderung der Artenvielfalt als wesentlicher Beitrag für die Nachhaltigkeit sowie das Heranführen junger Menschen an die natürlichen Zusammenhänge in unserer Umwelt durch eigene praktische Arbeit. Eine tolle Sache!“ Auwälder dienen dem Erhalt und auch der Wiederherstellung der biologischen Vielfalt im und am Gewässer. Sie filtern Schad- und übermäßige Nährstoffe aus dem Wasser und sorgen dadurch für dessen Reinhaltung. Sie bremsen die lebensfeindliche Versandung der Bäche und Flüsse, so dass sich wieder anspruchsvolle Organismen ansiedeln und Forellen sich erfolgreich fortpflanzen können.

Sie haben zudem günstige Wirkungen im Hinblick auf eine ausgeglichene Wassertemperatur, den Landschaftswasserhaushalt, den Biotopverbund, den Hochwasserschutz und als Kohlenstoffspeicher auf den Klimaschutz.

„Erste Erfolge haben sich an der Krückau bereits eingestellt: Es gibt wieder Bach- und Meerforellen sowie Bachneunaugen. An deckungsreichen Abschnitten fischen der Eisvogel, der heimliche Schwarzstorch und der seltene Fischotter. An baumbestandenen Ufern fliegt neuerdings wieder die lange verschollene Blauflügelprachtlibelle. Für einen nachhaltigen Erfolg muss die Auwaldbildung allerdings noch erheblich ausgeweitet werden. Auch ist es an der Zeit, dass das Land Schleswig-Holstein endlich ein landesweites, auf praktische Umsetzung ausgerichtetes Auenprogramm entwickelt, wie es in anderen Bundesländern längst vorhanden ist“, sagte Gerd Janssen, Initiator des Auwaldprojektes und früherer Lehrer am Uetersener Gymnasium.

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