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Gemeindezentrum Heidgraben : Gutmütigkeit wird nicht belohnt

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Nee, war das wieder witzig“, sagte ein Premierengast mit Lachtränen in den Augen. „Ja, die werden immer besser“, lobte seine Sitznachbarin im bis auf den letzten Platz besetzten Saal des Heidgrabener Gemeindezentrums.

Sollte Regisseurin Silke Reuß-Hennschen Lampenfieber gehabt haben, so war dies überflüssig: Die Premiere der Komödie „Jümmer wedder nachts Klock veer“ war ein Riesenerfolg. Die Leute bogen sich stellenweise vor Lachen und belohnten die Laiendarsteller des Heidgrabener „Theoters op Platt“ mit begeistertem Applaus. Dreh- und Angelpunkt des Dreiakters von Rolf Sperling, Stefan Bermüller und Jan Harrjes ist die Junggesellenbude von Thomas Lindemann, perfekt verkörpert von Olli Wittenburg. Er muss schmerzlich erkennen, dass Gutmütigkeit nicht belohnt wird. Nicht nur, dass Nachbarfamilie Bremer ihn „Jümmer wedder nachts Klock veer“ durch lautstarken Streit weckt.

Freund Frank Bremer, gespielt von Hans-Hermann Bahlau, zieht wie selbstverständlich bei ihm ein und beansprucht Bett, Decke, Bad und Schlüssel. Auch Hausmeister Heinz-Willy (Alfred Krajewski), Mutter Lieselotte (Magda Lena Löper) und Freundin Tanja (Anja Jansen) können sich Zutritt verschaffen. Und sogar Nachbarin Susanne (Katrin Neu) und deren Tochter Tina (Marisa Reuß-Hennschen) suchen zeitweise Trost und Unterschlupf. Als Thomas erkennt, dass „veel to veele Slötel“ im Umlauf sind, ist es zu spät. Dabei liebt der Junggeselle eigentlich neben seiner Tanja vor allem seine Ruhe. Doch jeder kocht sein eigenes Süppchen und damit ist die Verwirrung bald perfekt und jeder bezichtigt jeden der Untreue.

Die niederdeutsche Theatergruppe bringt seit 1982 jedes Jahr ein plattdeutsches Stück auf die Bühne. „Wir sind eine tolle Truppe“, sagte Regisseurin Reuß-Hennschen. Dazu zählen als eines der jüngsten Mitglieder ihre Tochter – die mit Hoch- und Plattdeutsch quasi zweisprachig aufgewachsene 12 Jahre alte Marisa – sowie als eines der ältesten Mitglieder „Strippentrecker“ Karl-Heinz Kröplin, der den Vorhang bediente. Weitere Aufführungs-Termine.

Nach der Pause, in der Sekt ausgeschenkt und belegte Brote gereicht wurden, ging es an die Auflösung des Schlamassels. Doch mehr wird nicht verraten. Denn wer sich fragt, ob es ein Happyend gibt, ist heute Abend um 20 Uhr, am Freitag, dem 28. Februar, um 20 Uhr, am Sonnabend, dem 1. März, um 20 Uhr sowie am Sonntag, dem 2. März, um 15 und um 20 Uhr zu weiteren Aufführungen von „Jümmer wedder nachts Klock veer“ im Gemeindezentrum Heidgraben willkommen. Es gibt allerdings nur noch Restkarten. Sie sind an der Abendkasse oder im Vorverkauf unter der Telefonnummer 04122/7908 bei Magda Lena Löper erhältlich.

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erstellt am 24.Feb.2014 | 18:28 Uhr

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