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Uetersener Nachrichten

14. Dezember 2017 | 11:31 Uhr

Gute Lieder ohne Pause

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Anspruchsvoll und abwechslungsreich: Das ist das Ergebnis der dreitägigen Chanson-Werkstatt, dessen Abschlusskonzert Werkstatt-Leiterin Anna Haentjens, der Pianist Sven Selle und ihre Teilnehmer im Elmshorner Kulturzentrum Haus 13 unter großer Begeisterung des Publikums – das Haus war ausverkauft – präsentierten. Die Elmshorner, und nicht nur die, wissen längst zu schätzen, welche ungeahnten Talente und wunderbaren Chansons sowie Lieder in der intimen und doch festlichen Atmosphäre des Hauses 13 zutage gefördert werden.

shz.de von
erstellt am 25.Okt.2015 | 21:25 Uhr

Und so ließ es sich auch die örtliche Prominenz nicht entgehen, beim 28. Abschlusskonzert dabei zu sein, etwa Bürgervorsteher Karl Holbach, die Landtagsabgeordnete Beate Raudies mit Ehemann Thorsten Mann-Raudies und Volkshochschulleiterin Karen Wurr-Feldmann. Beate Raudies, selbst schon mehrmals Teilnehmerin der Chanson-Werkstatt genau wie ihre ganze musikalische Familie, bringt die Faszination des dreitägigen bis zu zehnstündigen Lernens auf den Punkt: „Am liebsten würde ich so schnell wie möglich wieder mitmachen. Es ist so ein großartiges Team, das sich gegenseitig fördert, ganz ohne Neid und Missgunst. Aber die Politik lässt mir einfach wenig freie Zeit für so ein Hobby.“

Wie engagiert und anspruchsvoll die Bühnenneulinge an ihr Hobby herangehen, beweist allein die Auswahl der Chansons und Lieder. So beeindruckte Helma Rebmann aus Elmshorn mit dem brandaktuellen Konstantin Wecker Lied „Sage Nein – steh auf und misch Dich ein“, der gegen dumpfen Fremdenhass und -ängste aufruft. Dafür gab es in Elmshorn den allergrößten Beifall. Claudia Kreutz aus Pinneberg ist nach mehreren Besuchen der Chanson-Werkstatt inzwischen nahezu perfekte Chanson-Interpretin, sie wagt sich an Georg Kreißlers „Wenn die Mädchen nackt sind“ oder Otto Reuters „Der Blusenkauf“, bei dem zumindest nahezu jeder Ehemann seine seufzende Zustimmung gibt. Immer freier und selbstverständlicher agiert Carin Andresen aus Elmshorn auf der Bühne, mit ihrer tiefen Stimme interpretierte sie Ina Müllers „Déjà-vu“ und „Finger weg von meiner Paranoia“ der Popband Elements of Crime. Chanson Werkstatt-Mehrfach-Abonnent Wolfhard Pries aus Elmshorn hat ebenfalls seinen ganz eigenen Stil gefunden, er kuschelte stimmlich mit dem Publikum mit dem Nat King Cole Song „Nature Boy“ und räsonierte mit dem Stefan Gwildis Blues über „Wir sind Männer in den besten Jahren“. Anna Haentjens und Sven Selle, zu Beginn meist aufgeregter als ihre Schüler, waren hoch zufrieden: Eine tolle Atmosphäre, ein gelungenes fast zweieinhalbstündiges Abschlusskonzert – und das ganz ohne Pause.

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