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Henri-Goldstein-Haus : Gute Chancen für neue Gedenkstätte

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Nach einem Treffen der SPD-Landtagsabgeordneten Beate Raudies mit Vertretern des Träger- und Fördervereins Henri-Goldstein-Haus in Quickborn haben mit Robert Habeck und Anke Spoorendonk gleich zwei Landesminister ihre Unterstützung für die Pläne eines neuen Mahnmals mit Veranstaltungszentrum zugesagt.

shz.de von
erstellt am 04.Nov.2014 | 21:38 Uhr

Wie berichtet, möchte der 2013 gegründete Förderverein das Rotklinkerhaus am alten Torfwerk im Quickborner Naturschutzgebiet Himmelmoor im Gedenken an die Opfer der NS-Gräueltaten erhalten. Während des Zweiten Weltkriegs diente das Gebäude als Gefangenenlager für 50 jüdische Häftlinge, die zum Torfstechen gezwungen wurden. Einer von ihnen, der Belgier Henri Goldstein, hat ein Buch über die Zeit geschrieben, das Mitglieder des Fördervereins inzwischen übersetzt haben. Zukünftig soll das eher unscheinbare Backsteinhaus durch Veranstaltungen gegen Fremdenhass und Faschismus zu neuem Leben erweckt werden.

Die Chancen für den Plan stehen gut, nachdem Kulturministerin Anke Spoorendonk (SSW) und Umweltminister Robert Habeck (Grüne) ihre Unterstützung zugesagt haben. In einem Schreiben lobte Spoorendonk das Engagement des Vereins als beeindruckend und begrüßenswert. Gleichzeitig empfahl sie den Initiatoren, Kontakt zur Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten aufzunehmen, wo neben fachlicher Beratung auch Fördergelder zur Verfügung gestellt werden. „Als Stiftungsratsvorsitzende werde ich diesen Prozess gerne begleiten“, sagte Anke Spoorendonk.

Landtagsabgeordnete Beate Raudies hatte den Mitgliedern des Trägervereins im Juni zugesichert, sich für die Gedenkstätte im Kreis (es wäre dann die elfte) in Kiel stark zu machen. Sie freue sich über die Resonanz aus den Ministerien, sagte sie. „Das Engagement des Vereins wird gewürdigt. Das Projekt ist auf einem guten Weg, den ich gerne weiter begleiten werde“, so die SPD-Abgeordnete.

Unterdessen setzt der Verein seine Arbeit gegen Rechtsradikalismus in Deutschland fort. Am kommenden Sonnabend sind der Schauspieler Rolf Becker und der Liedermacher Kai Degenhardt, Sohn des legendären Franz Josef Degenhardt, mit ihrem Programm „Wölfe mitten im Mai“ zu Gast im Quickborner Artur-Grenz-Saal, Am Freibad 3. Ab 20 Uhr präsentieren sie Lieder und Texte zum rechten Aufmarsch in Europa, lesen, singen und kommentieren.

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