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Meinungsaustausch : Gute Bedingungen für Familien

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Eltern können in Haseldorf und Haselau nicht nur mit einer sehr guten Versorgung mit Kindergartenplätzen rechnen. Auch der ab 2013 geltende Rechtsanspruch für Krippenplätze wird erfüllt, nach dem für 35 Prozent der Ein- bis Dreijährigen ein Platz bereitgehalten werden muss. Dies erfuhr der SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann bei einem Besuch im Amt Haseldorf. Neben dem Amtsvorsteher Heinz Lüchau, dem ersten stellvertretenden Haseldorfer Bürgermeister Gerhard Koopmann und dem Haselauer Bürgermeister Rolf Herrmann (alle CDU) nahm die Verwaltungschefin des Amtes, Uetersens Bürgermeisterin Andrea Hansen (SPD) und die Büroleitende Beamtin Bärbel Voss teil. Rossmann war in Begleitung des stellvertretenden SPD-Kreisvorsitzenden Thomas Hölck gekommen. Aus der Gemeinde Hetlingen war kein Politiker dabei.

shz.de von
erstellt am 14.Nov.2011 | 21:28 Uhr

Mit 20 Geburten pro Jahr rechne man für Haseldorf und Haselau, berichtet Herrmann. Der neue Kindergarten (Grundsteinlegung: 9. Dezember) sei für 100 Kinder ausgelegt. Einige Eltern geben ihre Kleinen nicht in einen Hort, andere wollten die evangelische Kirche als Träger nicht. Und in der Marsch gebe es die Betreuung durch die Großeltern noch, ergänzt Lüchau. Deswegen sei der neue Kindergarten auch bei steigender Nachfrage noch sicher ausreichend, erklärt der Haselauer Bürgermeister.

Rossmann kritisiert das von der schwarz-gelben Bundesregierung beschlossene Betreuungsgeld. Die zwei Miliarden Euro sollten besser an die Kommunen zur Schaffung von Krippenplätzen fließen. Die Christdemokraten enthielten sich dazu eines Kommentars. Aus dem Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung wird auch die Haseldorfer Schulsozialarbeit bezuschusst. Für zwei Stunden pro Woche ist eine Sozialarbeiterin eingestellt worden. „Für eine kleine Schule wie unsere ist das genug“, sagte der Amtsvorsteher. Probleme könnte man so eindämmen und gleichzeitig Druck von den weiterführenden Schulen nehmen.

Und es gab noch eine gute Nachricht während des Meinungsaustausches: „Ende 2012 soll in Haseldorf und Haselau die DSL-Offensive der azv Südholstein Breitband GmbH starten“, erklärte Lüchau. Gemeindevertreter seien bereits rekrutiert worden, die in den Dörfern Werbung machen. „Es ist besser persönlich loszugehen“, so Lüchau. Rossmann lobte das Engagement, das die Feierabendpolitiker in Sachen schnelles Internet an den Tag legen wollen. Einer Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) will sich der stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende und Landtagskandidat Thomas Hölck widmen. Aus seiner Sicht ist die Taktfolge der Bustouren in Richtung Wedel besonders für Berufstätige nicht genug. Außerdem bleibt am S-Bahnhof nur vier Minuten Zeit zum Umsteigen von Bus auf Bahn. „Besonders für ältere Menschen ist das zu knapp“, so der Sozialdemokrat. Wer Abends nach Hamburg wolle, etwa ins Theater, komme zwar hin, aber nicht wieder zurück in die Marsch. „Früher gab es einen Disco-Bus“, erinnerte sich Hölck. Der könne für junge Szenegänger wie ältere Theaterbesucher wieder reaktiviert werden. Alles andere als optimal ist für den Sozialdemokraten auch die Anbindung aus der Haseldorfer Marsch nach Uetersen. Nachmittags klafft eine Lücke von über vier Stunden. Es sei also problematisch in die Rosenstadt zu fahren, etwa zum Einkaufen, erklärte Hölck. (tp)

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