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Uetersener Nachrichten

22. Oktober 2017 | 10:49 Uhr

Lagebericht : Gute Arbeit der Klärwerker

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die kommunale Abwasserbeseitigung in Schleswig-Holstein erfolgt durchweg auf hohem technischen Niveau, so das Fazit eines vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (MELUR) jetzt veröffentlichten Lageberichts. Der Abwasser-Zweckverband (azv) Südholstein sieht sich durch den Bericht bestätigt. „Wir freuen uns, dass das Ministerium die guten Leistungen und Erfolge im Gewässerschutz aufgreift“, so Lutz Altenwerth, Vorstand des azv. „Als größter Klärwerksbetreiber im Land sehen wir unsere Verantwortung als wichtiger Partner in diesem Bereich.“

shz.de von
erstellt am 03.Jul.2013 | 19:38 Uhr

Der Lagebericht zur Abwasserbeseitigung wird alle zwei Jahre erstellt. Er dient vor allem als Nachweis gegenüber der Europäischen Kommission, dass Schleswig-Holstein den rechtlichen Anforderungen gerecht wird. Seit den Neunzigern des vergangenen Jahrhunderts hat die EU Richtlinien erlassen, um Mindeststandards für die Behandlung kommunaler Abwässer umzusetzen.

Mit etwa 32 Millionen Kubikmeter gereinigten Abwassers im Jahr ist das Klärwerk Hetlingen das größte in Schleswig-Holstein.

Bereits in den Achtzigern beschloss die Landesregierung aufgrund des Robbensterbens in Nord- und Ostsee schon ein Phosphor-Sofortprogramm, an dem sich auch der AZV Pinneberg beteiligte. Die erste Anlage zur Phosphatfällung ging im Klärwerk Hetlingen schon 1988 in Betrieb, weit vor der Festlegung verbindlicher Grenzwerte auf EU-Ebene. Die in Schleswig-Holstein heute geltenden Grenzwerte für die Einleitung von Nährstoffen in Fließgewässer sind meist strenger als die von der EU festgelegten, streicht Altenwerth heraus.

Die Gewässer im Einzugsgebiet des azv seien heute weitgehend in einem guten Zustand. Die Wasserwirtschaft steht aber vor neuen Herausforderungen: Es setzt sich immer mehr die Erkenntnis durch, dass Abwasser und Klärschlamm alles andere als Abfallprodukte sind „In Zukunft werden wir die Frage beantworten müssen, wie sich die im Abwasser enthaltenen Rohstoffe wieder nutzbar machen lassen“, so der oberste Klärwerker. Das gelte vor allem für das Phosphat. Noch gebe es zwar kein wirtschaftliches Verfahren zur Phosphat-Rückgewinnung, aber das könne sich bald ändern.

Altenwerth bringt die Klärschlammverbrennung in die Diskussion. „Es gibt schon Überlegungen, mit anderen großen Klärwerksbetreibern gemeinsam eine zentrale Klärschlamm-Verwertungsanlage in Schleswig-Holstein zu etablieren“, so der azv-Vorstand. Noch seien die Pläne aber nicht so weit, außerdem fehle dafür noch die nötige Unterstützung der Politik.

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