Aussenstelle der DRK-KITA : Gut eingelebt in der Krokodilgruppe

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Seit dem 1. August hat die DRK-Kindertagesstätte Friedlandstraße eine „kleine Außenstelle“ im ehemaligen Betreuungsklassen- und später VHS-Lerninsel-Raum an der Fritz-Reuter-Schule.

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18. Oktober 2011, 20:51 Uhr

Die aktuell 16 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren und die drei Erzieherinnen Brigitte Ploj, Franziska Schonnop und Stefanie Heinrichs fühlen sich dort sehr wohl und freuen sich auf die weiteren vier Kinder, die ihre Gruppe bis Dezember komplettieren werden. Von 8 bis 13 Uhr sind die Mädchen und Jungen mit ihren Erzieherinnen zusammen, frühstücken gemeinsam, spielen, basteln, singen, erkunden die Gegend um die Fritz-Reuter-Schule, sammeln Blätter und Kastanien, wippen und toben auf dem kleinen Außenspielgelände und lernen, miteinander Deutsch zu sprechen und aufeinander einzugehen. Denn bei gut der Hälfte der Kinder ist Deutsch nicht Muttersprache. Drei Kinder kamen ohne jegliche Deutschkenntnisse in die Gruppe, die sich den Namen „Krokodilgruppe“ gegeben hat. „Alle Kinder haben sich in den wenigen Wochen sprachlich schon gut entwickelt“, betont Brigitte Ploj. Sie und die beiden anderen Erzieherinnen haben eine spezielle Ausbildung für frühkindliche Sprachförderung und legen Wert darauf, dass die Kinder durch Rituale im Gruppenalltag wie Begrüßungs- und Abschiedskreis, gemeinsames Frühstück sowie die Wiederholung von Liedern und Fingerspielen Sicherheit im Umgang mit der deutschen Sprache erlangen.

„Wenn die Worte fehlen, geht die Verständigung über Zeigen und Deuten und dann Vor- und Nachsprechen“, so Franziska Schonnop. Die Erzieherin hat mehrere Jahre in Frankreich gelebt und in Toulouse in einem Kindergarten gearbeitet. Neben den Kenntnissen zur Sprachförderung bringt sie auch eine Ausbildung in der musikalischen Förderung von Kindern mit. Dass gleich drei erfahrene Erzieherinnen die Kinder betreuen, liegt über dem sonst üblichen Personalschlüssel und ist eine bewusste Entscheidung des Trägers (DRK) und der Stadt Tornesch. Bis Mai 2012 wird zudem noch Daniela Okun, die ein freiwilliges soziales Jahr im DRK-Kindergarten leistet, als Helferin zur Verfügung stehen.

Auch wenn die Gruppe räumlich vom DRK-Kindergarten getrennt ist, gehören die Kinder und Erzieherinnen eng dazu. So kommt Kindergartenleiterin Nadine Joswig einmal in der Woche vorbei, wird jeden Tag telefoniert, werden Spiele und Beschäftigungsmaterialien ausgetauscht, waren die Erzieherinnen mit den Kindern bereits in der Einrichtung an der Friedlandstraße, nahmen die vier „Großen“ aus der Gruppe an dem Besuch der Müllverbrennungsanlage im Rahmen des Kindergarten-Müllprojektes teil, besuchte die „Rote Gruppe“ die Krokodil-Kinder an der Fritz-Reuter-Schule und wird im November gemeinsam mit dem Stamm-Kindergarten das Laternenfest gefeiert. „Es ist schön zu sehen, wie die Gruppe eng zusammenwächst“, so Brigitte Ploj und sie betont, dass der Kindergarten und die Eltern der Kinder der Stadt sehr dankbar sind, dass diese Außenstelle eingerichtet werden konnte, um allen Anmeldungen für einen KiTa-Platz gerecht zu werden.

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