Bauen + Wohnen : Grundstück Bleekerstraße: Semmelhaack hat gekauft

Das in Elmshorn ansässige Wohnungsunternehmen Semmelhaack, vertreten durch Theodor Semmelhaack, hat sein Interesse am Erwerb des etwa 3000 Quadratmeter großen Grundstückes an der Reeperbahn unterstrichen. Verkäuferin ist die Stadt Uetersen.

shz.de von
28. November 2013, 18:48 Uhr

Um den Politikern die Zustimmung zu erleichtern, an den Elmshorner zu verkaufen, wurde das ursprüngliche Angebot (450000 Euro) um weiter 30000 Euro erhöht. 480000 Euro will Semmelhaack nun bezahlen, allerdings vorbehaltlich der Zustimmung zu den Plänen des Investors, auch das benachbarte Grundstück der RegioKliniken/Sana bebauen zu dürfen.

Wie bereits berichtet, beabsichtigt Semmelhaack den Bau von rund 130 barrierefreien, altersgerechten, modernen Geschosswohnungen zur Vermietung. 40 Prozent dieser Wohnungen sollen über die Investitionsbank Schleswig-Holstein öffentlich gefördert werden. Die Kaltmiete für diese Wohnungen soll 5,50 Euro/Quadratmeter betragen. Semmelhaack benötigt zur Realisierung beide Grundstücke.

Die Unternehmung hat daher das Krankenhausgrundstück bereits gekauft, allerdings unter Vorbehalt. Signalisieren die Politiker nun Zustimmung für das Konzepts des Investors und verkaufen sie das städtische Grundstück ebenfalls an Semmelhaack, gilt der Kaufvertrag mit Regio als geschlossen.

Allerdings, so war gestern vom Investor zu erfahren, sei auch eine Überplanung ausschließlich des Krankenhausgrundstückes möglich.

Der Ausschuss für Bau-, Umwelt- und Verkehrswesen hatte am 31. Oktober verlangt, dass alle Investoren (Lübbert, Maik Timm und Noah) angeschrieben werden, um für eine Vergleichbarkeit der Konzepte auch das Gelände der RegioKliniken zu überplanen.

Diese Forderung könne nun, weil Semmehaack gekauft habe, nicht mehr aufrecht erhalten werden, so die Verwaltung zum Tagesordnungspunkt. Wie die Uetersener Nachrichten erfahren haben, hat sich auch keiner dieser drei Investoren um das Krankenhausareal bemüht.

Hat Semmelhaack eine Chance? Die Sozialdemokraten hatten bereits am 31. Oktober signalisiert, zustimmen zu können, die Grünen waren da eher skeptisch, bevorzugen anscheinend das Konzept von Maik Timm, Architekt aus Uetersen, der eine Kombination aus einer Senioren-Wohngemeinschaft mit darüber liegenden zwölf Eigentumswohnungen verwirklichen möchte (Bielefelder Modell).

CDU und BfB halten sich derzeit noch bedeckt. Mehrheiten sind somit derzeit nicht erkennbar.

Die sicherlich sehr spannende Sitzung am 5. Dezember beginnt um 19 Uhr. Sie ist öffentlich.

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