FDP-Empfang : Grundsteine richtig legen

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Der FDP-Ortsverband Tornesch-Uetersen hatte zum Neujahrsempfang eingeladen und damit quasi zum zweiten Mal Mitgliedern und Gästen gute Wünsche für das neue Jahr ausgesprochen. Denn als gemeinsamer Ortsverband seit dem 1. Januar wurde das FDP-Drei-Königstreffen traditionell in Uetersen ausgetragen und nun der Neujahrsempfang traditionell in Tornesch.

shz.de von
29. Januar 2012, 21:36 Uhr

Der Empfang im Heimathaus erwies sich auch diesmal als gelungener Abend mit Begegnungen und Gesprächen unter FDP-Mitgliedern befreundeter Ortsvereine und zahlreichen interessierten Gästen. Sabine Werner, Vorsitzende des FDP-Ortsverbandes Tornesch-Uetersen begrüßte unter anderem den FDP-Landtagsabgeordneten Günter Hildebrand, den FDP-Fraktionschef des Kreises Klaus G. Bremer, den Uetersener CDU-Ratsherrn und Vorsitzenden des Sonderausschusses Fusion Adolf Bergmann und als Referentin des Abends die Schwentinetaler Bürgermeisterin Susanne Leyk.

Sie berichtete den Anwesenden, zu denen auch Bürgermeister Roland Krügel und Tornescher Politiker aller Fraktionen gehörten, über ihre Erfahrungen auf dem Weg zur Fusion zwischen den Gemeinden Raisdorf und Klausdorf zur Stadt Schwentinetal im März 2008 und den in der Folgezeit aufgetretenen Probleme und Unwegsamkeiten. In ihrem Vortrag machte die parteilose Bürgermeisterin, die bereits von 2005 bis 2008 Bürgermeisterin der Gemeinde Raisdorf war, deutlich: „Beide Fusionspartner sollten sich im Vorwege Gedanken machen, was sie durch die Fusion kurz-, mittel- und langfristig erreichen wollen. Und das Wichtigste: Binden Sie die Bürger und Unternehmen vor Ort ein, nehmen Sie alle Bedenken ernst und schaffen Sie größtmögliche Transparenz“. Susanne Leyk beschrieb die innerhalb von sechs Monaten und ohne Zwischenschritte erfolgte Fusion der eher nicht zusammenpassenden und „rivalisierenden“ Gemeinden Raisdorf und Klausdorf bei Kiel als übereilt und nicht in allen Facetten durchdacht. „Das Gefühl der Bürger, auf dem Weg zur Fusion nicht mitgenommen worden zu sein, führte zur Resignation und auch heute noch zum Teil zum unsachlichen Umgang mit den Stadtvertretern und der Verwaltung. Erst im Laufe der Fusion und danach sind uns Probleme und Aufgaben bewusst geworden. Und das mit dem Ergebnis, dass beide Seiten so viel wie möglich so belassen wollten, wie es vorher war“, betonte Susanne Leyk. Sie gab den Rat, Einsparungen genauestens zu prüfen und zu beziffern und zu klären, ob durch die Fusion eine höhere raumordnerische Einordnung erfolgen wird. „Eine Fusion macht bei ihrer Größenordnung sicher Sinn, aber nehmen Sie alle mit ins Boot und lassen Sie sich Zeit“, so Susanne Leyk. Für einen Bürgerentscheid sprach sie sich allerdings nicht aus.

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