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Uetersener Nachrichten

24. Oktober 2017 | 00:49 Uhr

Versammlung : Grünkohl der ganz besonderen Art

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Politische Gespräche bei gutem Essen in bester Gesellschaft – das erwartete die Teilnehmer beim Grünkohlessen der SPD-Ortsverbände Moorrege und Heist im Lindenhof. Über 70 Parteimitglieder, Freunde und Familie waren der Einladung in diesem Jahr nachgekommen.

shz.de von
erstellt am 02.Mär.2016 | 18:34 Uhr

Seit mehreren Jahren laden die beiden Ortsverbände nun schon gemeinsam zum Grünkohlessen ein. Vor der Weimarer Zeit gehörten Moorrege und Heist zum selben SPD-Verband. „Die Freundschaft untereinander ist nach wie vor groß“, berichtete Klaus-Dieter Redweik, Vorsitzender der SPD Heist. Daher richte man häufig gemeinsam Veranstaltungen wie Vorträge oder eben auch das jährliche Grünkohlessen aus.

Die Besonderheit am Grünkohlessen der Moorreger SPD ist seit jeher „Grünkohl mit Kultur“. Das hatte sich Vorsitzender Franz Hehnke einst ausgedacht, um die Moorreger Veranstaltung von anderen Grünkohlessen abzuheben. So seien manchmal Chöre, Opernsänger oder Kabarettisten zu Gast.

Dieses Mal sorgte Hans-Werner „Hanne“ Wilhelm für den kulturellen Nachtisch. Der „Sprachkünstler“, wie er von Franz Hehnke den Gästen angekündigt wurde, trug Geschichten auf Plattdeutsch vor. „Es sind Anekdoten aus meiner Kindheit,“ erläuterte Hans-Werner Wilhelm. Einige davon stammten aus seinem Buch „Beten wat op Platt“. So berichtete der Heistmer unter anderem vom Wirtschaftswunder nach dem zweiten Weltkrieg. Seine Geschichten seien witzig, sollen den Zuhörer aber auch nachdenklich stimmen, so Wilhelm. Auf Moorreger Seite gab es noch einen weiteren Anlass zum Feiern, da zwei Mitglieder für ihr mehrjähriges Engagement geehrt wurden. „Jahrelange Parteimitgliedschaft ist in der heutigen Politik nicht mehr selbstverständlich“, befand Franz Hehnke. Simone Wiemeyer-Kerlin ist nun seit 25 Jahren Mitglied der Moorreger SPD. Unmittelbar nach der deutschen Wiedervereinigung ist sie der Partei beigetreten. Ihr Motiv sei es dabei gewesen, politische Willensbildung in Deutschland mehr in Parteien zu betreiben.

Für die 50-jährige Parteimitgliedschaft wurde Günter Satzinger geehrt. Als kritischer Kommunalpolitiker und gelernter Maurer habe er mehrere Jahre lang im Bauausschuss gesessen. Die Ehrenurkunden wurden den beiden Jubilaren von Landtagsmitglied Kai Vogel überreicht. Auch Bundestagsabgeordneter Dr. Ernst-Dieter Rossmann wollte sich das Grünkohlessen nicht entgehen lassen. Dafür reiste er extra aus Berlin an.

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