Grünes Licht für Raumkonzept

Die Heidgrabener Gemeindevertreter votierten einstimmig für die Umsetzung des Raumkonzepts.
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Die Heidgrabener Gemeindevertreter votierten einstimmig für die Umsetzung des Raumkonzepts.

In Heidgraben wird es umfangreiche Veränderungen geben − die Schule braucht weiteren Klassenraum

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02. Februar 2018, 16:05 Uhr

Es ist beschlossene Sache: In der Gemeinde Heidgraben wird es demnächst eine umfangreiche Neuorganisation der Räume in Grundschule, Gemeindezentrum und Feuerwehrgerätehaus geben. Einstimmig haben die Gemeindevertreter grünes Licht für das Raumkonzept gegeben, das Bürgermeister, Politiker und bürgerliche Mitglieder im Rahmen einer Arbeitsgruppe erstellt haben. Hintergrund ist die Tatsache, dass die Grundschule ab Sommer 2018 einen siebenten Klassenraum benötigt.

Um diesen zur Verfügung zu stellen, sind eine ganze Reihe von Veränderungen notwendig. So wird die Offene Ganztagsschule (OGTS) in die derzeit von der Bücherei genutzten Räume ziehen und so Platz für den neuen Klassenraum machen. Büchereileiterin Marion Sörensen wird ihre Regale künftig im Schulungsraum der Feuerwehr aufbauen. Die Einsatzkräfte sollen den Raum zwar in Teilen weiterhin nutzen können, zusätzlich wird ihnen allerdings auch der aktuelle Sitzungsraum im Gemeindezentrum sowie der dort befindliche sogenannte Clubraum zur Verfügung stehen.

Vorbei sind auch die Zeiten, in denen die Kinder zum Mittagessen die Betonstraße überqueren müssen. Die Mensa wird vom ehemaligen Awo-Treff in den Sitzungsraum verlegt. Dazu sind allerdings einige Umbauarbeiten erforderlich, unter anderem muss ein Durchbruch zur Küche geschaffen werden. Der Raum neben dem MarktTreff steht somit wieder der Gemeinde, Vereinen und Verbänden zur Verfügung, gut möglich, dass dort auch die Kommunalpolitiker während ihrer Sitzungen eine neue Heimat finden.

Das Ja zum Raumkonzept erfolgte zwar einstimmig, doch die CDU-Vertreter mussten während der Sitzung erst überzeugt werden. Denn die Fraktionsvorsitzende der Christdemokraten, Bettina Homeyer, hatte zunächst einen neuen Vorschlag präsentiert. Er sah vor, die Bücherei künftig im Sitzungsraum unterzubringen und die Schüler im Clubraum essen zu lassen. So könne die Feuerwehr ihren Schulungsraum weiterhin wie gewohnt nutzen und die Awo wieder in den Raum neben dem MarktTreff ziehen, argumentierte Homeyer. „Warum einen Durchbruch machen und der Feuerwehr ihren Raum wegnehmen?“, fragte sie. Fraktionskollege Egbert Hagen betonte, dass die Feuerwehr 24 Stunden täglich zur Verfügung stehen müsse und er es unglücklich finde, wenn sich die Einsatzkräfte nicht mehr in ihren gewohnten Räumlichkeiten umziehen könnten.

„Die Feuerwehr kann sich eine gemeinsame Nutzung mit der Bücherei gut vorstellen, sie ist einverstanden und geht den Weg mit“, betonte hingegen Bürgermeister Ernst-Heinrich Jürgensen (SPD). Damit konnte Jürgensen von einem Sinneswandel der Einsatzkräfte berichten. Während der Gemeinderatssitzung im Dezember hatte Wehrführer Tobias Steffen noch betont, dass er sich von dem Raumkonzept in die Enge getrieben fühlt. „Ihr wollt den Raum schnell haben, könnt uns aber nicht sagen, wann, wo und wie die Feuerwehr eine neue Wache erhält. Das ist uns zu vage“, hatte Steffen damals gesagt. Während der jüngsten Sitzung erklärte Gemeinderatsmitglied Frank Büchner (SPD), der auch Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde ist, dass die Einsatzkräfte mittlerweile mit dem Raumkonzept einverstanden sind. Wenig Anklang fand der CDU-Vorschlag, die Mensa in den Clubraum zu verlegen. Der Raum sei zu klein, um die mehr als 100 Kinder, die in zwei Durchgängen zu je 50 bis 60 Kinder essen, angemessen unterbringen zu können, merkte Andrea Becker (SPD) an. Zudem sei er sehr schmal geschnitten. Ein Argument, das auch Gebhard Rülow aufgriff. Rülow, der als bürgerliches Mitglied an Ausschusssitzungen teilnimmt, hatte an dem Raumkonzept maßgeblich mitgearbeitet. „Wir haben alles ausgemessen, Stühle und Tische hin- und hergeschoben“, berichtete er. Letztlich sei die daraus entstandene Lösung die beste, so Rülow. Er betonte: „Wir würden einen hellen freundlichen Raum für die Mensa schaffen.“

Letztlich konnten sich auch die CDU-Vertreter mit dem Raumkonzept anfreunden, das nun bis zum Beginn des neuen Schuljahrs umgesetzt werden muss. Eine erste Kostenschätzung liegt bereits vor (siehe Info-Kasten). Bürgermeister Jürgensen hofft bei der Finanzierung auf Unterstützung von der AktivRegion Pinneberger Marsch & Geest. Im Gespräch sei eine Kostenübernahme in Höhe von 55 Prozent des Nettobetrags. Jürgensen wollte diesbezüglich bereits in dieser Woche erste Gespräche führen.

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