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Projekt : Grünen-Politikerin als Aushilfe an der Tanke

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Auf Einladung des Bundesverbandes der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) und des Bundesverbandes Freier Tankstellen e. V. (bft) nahm die Grüne Bundestagsabgeordnete Valerie Wilms (MdB), an der Aktion „Praxis für Politik“ teil. Sie lernte den Betriebsalltag in einem Unternehmen aus dem Dienstleistungssektor kennen.

shz.de von
erstellt am 29.Aug.2012 | 19:21 Uhr

„Für uns ist es wichtig, Abgeordneten aus dem Bundestag und dem Europaparlament den unternehmerischen Alltag in einem mittelständischen Betrieb vorzuführen.

In einem Kurzpraktikum erfahren die Abgeordneten ganz konkret und anschaulich, wie der Alltag in den Unternehmen aussieht und mit welchen Herausforderungen sich die Menschen konfrontiert sehen. Solche Erfahrungen, die wir bei keinem Gespräch in Berlin oder Brüssel überbringen können, sind für uns enorm wichtig“ so der Geschäftsführer des Bundesverbandes Freier Tankstellen e. V., Stephan Zieger. Valerie Wilms ergänzt: „Viele Dinge, die wir als Politiker anstoßen, haben ganz konkrete Auswirkungen. Ich wollte mir an der Tankstelle ansehen und anhören, wie hier zum Beispiel über die Spritpreise diskutiert wird und was man von den Ideen der Grünen hält. Tankstellen und Grüne sind sich ja nicht unbedingt immer „grün“ – aber genau das macht es ja interessant und ich freue mich darüber. Politik muss sich vor Ort bewähren und nicht nur am grünen Tisch gemacht werden.“

Nach Ansicht Wilms’ ist Kraftstoff noch immer zu günstig. Es sei nicht sinnvoll, dass die Menschheit fossile Rohstoffe, die in Jahrmillionen entstanden sind, in ein paar hundert Jahren verbrauchen, sagte Wilms. Das Rohöl werde außerdem nicht nur zum Betreiben von Fahrzeugen und Maschinen gebraucht, sondern insbesondere auch für die Pharmazie. Insofern sei der horrend schnell voranschreitende Verbrauch dieser Ressourcen nicht hinnehmbar, so Wilms.

Daneben wies Wilms auf die Gefahren der Erdölförderung hin: Denn weil Norwegen nun auch mit Tiefseebohrungen in der Nordsee beginnen will, mahnte Wilms, eine Umweltkatastrophe wie im Golf von Mexiko würde in der Nordsee weitaus verheerendere Folgen haben. Denn aufgrund der wesentlich niedrigeren Temperaturen in Nord- und Ostsee würde sich ein Abbau des für die Umwelt zerstörerischen Rohöls in einem viel längeren Zeitrahmen abspielen, als zwischen Nord- und Südamerika.

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