zur Navigation springen

Kunsthandwerk in Uetersen : Großes Interesse am Töpfermarkt

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Praktisches und Dekoratives, Künstlerisches und Blumiges, Deftiges und Süßes auf dem Museumsgelände.

Uetersen | Zahlreiche Aussteller und Besucher des Töpfermarkts auf dem Museumsgelände Langes Tannen trotzten den sommerlichen Regenschauern. Zu erstehen gab es neben allerlei Künstlerischem auch Praktisches für den Alltag. Mit ihrem pädagogischen Angebot machte Wanda Stehr das Töpferhandwerk anschaulich.

An insgesamt 13 Ständen konnten die Besucher des Töpfermarkts Ton-, Keramik- und Steinzeugobjekte bewundern und erwerben. Wasserspeiende Figuren für den Garten gestaltet Nadja Bierbaum aus Heidekamp. „Ich habe mich auf Tierdarstellungen spezialisiert, momentan auf Waldtiere wie Elche oder Füchse“, so Bierbaum. Per Pumpe und Schlauch werden die Figuren dann zum Mini-Brunnen im eigenen Garten. Am Stand von Stephan Banaschuk glaubte man zunächst, hier habe sich ein Holzschnitzer unter die Töpfer gemischt. Doch bei näherer Betrachtung wurde klar: Der Künstler töpfert in Holzoptik, „der Effekt entsteht durch das Färben mit Oxiden“, verrät Banaschuk.

Maria Ziaja von „tonaltablue“ entwickelte eine eigene Glasur in cremigem Blau, in der all ihre spülmaschinen- und ofenfeste Gebrauchskeramik, wie Backschalen, Geschirr oder Töpfe aus Steinzeug, eingefärbt sind. Neben vielem Praktischen und Dekorativen gab es auf dem Töpfermarkt auch jede Menge Kunst. Mathias Frank verkaufte Schalen im individuellen Design, die „Feenhäuser“ von Nicole Loggewie entpuppten sich als Insektenhäuser für Ohrenkneifer und beim Diplom-Designer Michael Kalz gab es maritime Objekte mit Segeln aus Ton.

Vom teils schlechten Wetter mit vielen Regengüssen ließen sich die Besucher nicht abschrecken. Geduldig warteten sie unter den Zelten der Aussteller die Schauer ab und setzten anschließend ihren Bummel über den bunten Markt fort.

Das Museum hatte geöffnet

Neben dem Kunsthandwerk hatte Organisatorin Manuela Brocks, Inhaberin des Cafés Langes Mühlen, auch zwei Blumenanbieter auf das Museumsgelände geholt, mit blühende Stauden und Freilandrosen. Das Restaurant von Stamm versorgte die Gäste mit gebratenen Pilzen, veganem Gemüsecurry und Bratwürsten, im Café und auf den Außenplätzen unter alten Bäumen gab es Apfel-, Quark- und Schwedentorte. Auch das Museum hatte am Tag des Töpfermarkts erweiterte Öffnungszeiten, besucht werden konnten die ständige Ausstellung im Herrenhaus und die Fotoausstellung „Die Farben des Meeres“ in der Museumsscheune.

Bei Wanda Stehr durften sich alle Besucher einmal kreativ austoben. „Ich drücke jedem einmal ein Stück Ton in die Hand, damit die Leute wissen, wie sich das anfühlt“, so die Töpferin. Wer mochte, durfte hier selbst etwas formen, Figuren oder Spielsteine. Der elfjährigen Finja gefiel es, und nach einem Herzen wagte sie sich an das Modellieren eines kleinen Engels. „Ton ist ein nachhaltiges, nicht giftiges Material, mit dem man toll gestalten kann“, schwärmte Pädagogin Stehr.

Das Mitmach-Angebot für Groß und Klein war kostenlos. „Die Mittel dafür stammen aus den Einnahmen des Wintermarkts Langes Tannen“, so Cafébetreiberin Brocks. Das Startkapital für den Wintermarkt war per Crowdfunding zusammengekommen, und die Gewinne aus der Veranstaltung werden mittels museumspädagogischer Angebote an die Öffentlichkeit zurückgegeben.

zur Startseite

von
erstellt am 25.Jul.2017 | 16:05 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen