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Landtagswahl : Große Freude bei Grünen und Liberalen

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Jubel bei den CDU-Mitgliedern, als auf dem Fernsehschirm im schicken und modernen Stadtcafe gleich um die Ecke am Alten Markt in Elmshorn, der schwarze Balken bei der ersten Hochrechnung leicht über den roten hinweg steigt.

shz.de von
erstellt am 06.Mai.2012 | 23:56 Uhr

Bundestagsabgeordneter und Staatssekretär Dr. Ole Schröder dämpft sofort die aufkommende Euphorie: „Das reicht noch für eine Dänen-Ampel“. Die Parteifreunde schimpfen, auf SSW-Chefin Anke Spoorendonk, auf Grünen-Spitzenkandidat Robert Habeck, der den CDU-Flyer „Grüne kannste knicken“ nicht gut fand. Der Abscheu vor dem politischen Gegner ist trotz beendetem Wahlkampf immer noch groß, zu tief die in dieser Zeit gebuddelten Gräben.

Groß ist nicht nur inhaltlich die Entfernung zu den gar nicht fröhlich feiernden Sozialdemokraten im Restaurant „Im Winkel“. Selbst der so erfahrene jetzige SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst-Dieter Rossmann schaut verunsichert. Zusammen mit Beate Raudies hat der bienenfleißige Abgeordnete nicht nur in seinem Heimatort Elmshorn für die SPD getrommelt. „Wir haben so viele hoffnungsvolle Gespräche geführt. Nahezu alle wollten den Wechsel“, erzählt Beate Raudies. Sie liegt zu Beginn der Auszählung nur ein paar Stimmen hinter dem CDU-Kandidaten Michael von Abercron, am Ende kann sie sich gegen den Polit-Routinier durchsetzen und gewinnt ihren Wahlkreis im ersten Anlauf. Wie gut, dass sie gerade am Nachmittag ganz viel Kraft und Freude getankt hat, als sie ihrem Sohn bei den Uetersener Chorknaben in der Nikolaikirche zuhörte. Nun hofft sie auf die Schleswig-Holstein-Ampel, denn der Begriff Dänen-Ampel ist seit heute „out“. Jubel hingegen bei Grünen und den Liberalen. Bei der Öko-Partei konnte man sich über das beste Ergebnis der Grünen in Schleswig-Holstein freuen, was Grünen-Sprecherin Regine Wilms freudig kommentierte: „Wir haben unser erstes Wahlziel erreicht. Mit starken grünen Inhalten können wir den Politikwechsel schaffen.“ Für Ines Strehlau werden es harte Verhandlungen mit SPD und SSW werden, bevor man sich vielleicht auf eine gemeinsame Regierung einigen kann.

Bei der FDP, die im Pinneberger Lokal „MaVino“ feierte, war die Stimmung bestens. Direktkandidatin Birgit Klampe sagte: „Ich finde es toll, dass wir dieses Ergebnis erreichen konnten. Das ist auch und besonders Wolfgang Kubicki zu verdanken.“

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