zur Navigation springen

SoVD-Weihnachtsfeier : Große Erwartungen an die Große Koalition

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Bildung einer Großen Koalition in Berlin ist in Uetersen von Vertretern der SPD und des Sozialsverbands Deutschland (SoVD) grundsätzlich positiv aufgenommen worden. In den Grußworten während der Weihnachtsfeier des SoVD-Ortsverbands Uetersen war aber auch verhaltene Kritik zu hören. Rund 60 Gäste hatten sich in der Kleinen Stadthalle versammelt.

shz.de von
erstellt am 22.Dez.2013 | 22:00 Uhr

Bürgermeisterin Andrea Hansen (SPD) äußerte große Erwartungen an die neue Regierung. „Da hoffen wir, dass sich noch eine ganze Menge ändern wird, wenn beide Fraktionen miteinander regieren“, sagte sie. Die Verwaltungs-Chefin begrüßte etwa den gesetzlichen Mindestlohn, die Rente ab 63 Jahren und die Mütterrente. Sie betonte jedoch: „Man muss gucken: Was halten die von ihren Versprechen?“

Dieselben Punkte des Koalitionsvertrags stellte der SoVD-Vizepräsident Gerhard Renner als positiv heraus. Er erinnerte jedoch daran, dass die Mütterrente nicht etwa eine Erfindung der CSU sei, sondern bereits vor zehn Jahren eine Forderung des SoVD war. „Damals sagte die CSU: Das kostet zu viel“, bemerkte der Uetersener kritisch. Unzufrieden ist er auch mit der Finanzierung. Die Mütterrente werde nur von den Beitragszahlern der Rentenkasse gezahlt. Andere Teile der Bevölkerung trügen sie nicht mit. Das Problem der Altersarmut stellte Renner in einen Zusammenhang mit der Einwanderungspolitik. Viel stärker als die Deutschen seien die Menschen etwa in Syrien und Nordkorea davon betroffen. „Auch dort leben Menschen, die ein Recht auf menschliches Leben haben“, sagte er. Ihnen könne zum Beispiel durch das Angebot einer Ersatzheimat in Deutschland geholfen werden. Renner beklagte daher: „Es ist schrecklich, wenn hierzulande Menschen dagegen Stimmung machen.“ Den Zuhörern las er eine Weihnachtsgeschichte vor, die das Problem der Ausländerfeindlichkeit aufgreift. Darin wird eine nächtliche Szene auf dem Marktplatz einer Stadt beschrieben. Nachdem Ausländer-Raus-Rufe ertönen, treten alle ausländischen Produkte die Flucht an: Aus den Zimtsternen entschwinden die Gewürze nach Indien, die Trauben kehren nach Südafrika zurück, Autos fahren nach Japan.

Zum Schmunzeln waren auch Lieder, Gedichte und Sketche des Plattdeutschen Krinks der Kulturgemeinschaft Tornesch. Neun Kinder traten unter Leitung von Hannelore Körner auf. Der frühere SoVD-Vorsitzende Volker Hühn las ein Gedicht über den Nikolaus, der alles durcheinander brachte, weil er in jedem Haus, das er besuchte, einen Schnaps bekam.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert