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Chorknaben Uetersen : Großartiges Finale im Saalbau

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Was für ein Spektakel am „dritten Weihnachtsfeiertag“ im Saalbau an der Elmshorner Waldorfschule! Dort führten die Chorknaben Uetersen das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach auf. Es erklangen die Kantaten 1 bis 3. Das Oratorium gestern Abend war der letzte Auftritt in einem für die Sänger sehr anspruchsvollen aber auch anstrengenden Jubiläumsjahr. Mehr als 30 Konzerte haben sie gegeben, daneben wurde zu zahlreichen öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen eingeladen. 50 wird man eben nicht jedes Jahr.

Die Aufführung im Saalbau war ein Sing-along-Konzert. Das ist eine musikalische Veranstaltung, bei der ein Chor vom Publikum begleitet und unterstützt wird. Chorleiter und Dirigent des Abends, Hans-Joachim Lustig, erklärte, dass solche Konzertformen in England eine lange Tradition besitzen, man also das Rad nicht neu erfunden habe. Auf der Insel würde allerdings gewöhnlich der Messias entsprechend aufgeführt.

Mitsingen durfte gestern, wer das Oratorium von Bach schon einmal gesungen hatte. Es lockten niedrigere Eintrittsgelder. Mitveranstalter der Aufführung war der Verein zur Förderung der Waldorfpädagogik Elmshorn.

Musikalisch begleitet wurden die insgesamt rund 200 Choristen vom Concerto Elmshorn sowie Musikern vom Ahrensburger Kammerorchester. Als Solisten wirkten Karola Schmidt, Sopran, Barbara Rohlfs, Alt, Mirko Ludwig, Tenor, Florian Sievers, Tenor und Ulf Bunde, Bass, mit. Die Sopranistin hat ihr Abitur am Ludwig-Meyn-Gymnasium abgelegt, die Altistin kennt Lustig aus seiner Lübecker Zeit, und bei den drei männlichen Solisten handelte es sich ausschließlich um ehemalige Chorknaben. Ludwig und Sievers sind zudem Mitglieder eines der führenden deutschen Vocal-Ensemble (Quartonal).

Mit der Aufführung im Saalbau haben die Chorknaben Uetersen einmal mehr gezeigt, über welche musikalische Bandbreite sie verfügen und was sie zu leisten imstande sind. Nicht zuletzt ist das der beharrlichen Arbeit des musikalischen Leiters zu verdanken. Lustig wagt immer wieder Neues. Das danken ihm nicht nur die Männerstimmen, die bekanntlich als Sonux-Ensemble auch eigene Wege gehen.

Das zu ziehende Fazit: Das Weihnachtsoratorium war ein tolles Finale im Jubiläumsjahr.

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erstellt am 27.Dez.2015 | 19:00 Uhr

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