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Uetersener Nachrichten

24. Oktober 2017 | 10:16 Uhr

Anzeige : Graffiti am Freibad

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Im Naturbad Oberglinde in Moorrege haben unbekannte Täter wieder einmal zugeschlagen. Das große Umkleide- und Toilettengebäude, in dem auch Räume der DLRG und der kleine Verkaufskiosk untergebracht sind, wurde rundherum mit riesigen Graffiti verunstaltet. Moorreges Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg (CDU) schimpft: „Unglaublich, wie hier Schindluder getrieben wird auf Kosten der Allgemeinheit.“ Denn bevor die Badesaison zum Pfingstfest eröffnet werden kann, müssen jetzt auch noch umfangreiche Malerarbeiten durchgeführt werden. Kosten: Mindestens 5000 Euro.

shz.de von
erstellt am 11.Apr.2016 | 20:16 Uhr

Die großflächigen Beschmierungen wurden am Montag, 29. Februar, festgestellt. „Bei der Polizei in Uetersen wurde Anzeige wegen Sachbeschädigung erstattet“, berichtet Weinberg. Bisher seien noch keine Täterhinweise eingegangen, so ein Polizeisprecher auf Nachfrage dieser Zeitung.

Am Donnerstagnachmittag machten sich Vertreter der DLRG, des Moorreger Ordnungsamts, des Naturbad-Fördervereins, der Kiosk-Betreiber und der Stadtverwaltung Uetersen, die federführend für den Unterhalt zuständig ist, ein Bild von dem angerichteten Schaden und berieten Maßnahmen. Damit im Naturbad Oberglinde in Moorrege am Freitag, 13. Mai, die neue Saison eröffnet werden kann, muss die Anlage einer Verjüngungskur unterzogen werden. Was in diesem Jahr anfällt, darüber haben sich am Donnerstagnachmittag Vertreter von Verwaltung, des Fördervereins und der DLRG informiert.

Das 85000 Quadratmeter große Gelände, An der Tonkuhle, lockt jedes Jahr hunderttausende Besucher an. Die Betriebskosten teilen sich die Stadt Uetersen und die Gemeinde Moorrege, auf deren Gebiet das Naturbad liegt, im Verhältnis 72,1 zu 27,9 Prozent. Moorrege hat nach Auskunft von Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg (CDU) im vergangenen Jahr etwa 17000 Euro investiert, damit die Menschen aus der gesamten Region dort kostenfrei ihrem Badevergnügen nachgehen können. Das Schwimmparadies mit Kuh-Idylle lockt Gäste sogar aus Hamburg an. 2015 wurden etwa 120 Stunden von den Mitarbeitern des Uetersener Bauhofs investiert, um das Bad aufzuhübschen. Diesmal müssen die Arbeiter auch noch zu Pinsel und Farbe greifen. „Wir werden den Schaden mit Bordmitteln beheben“, sagte Winfried Benn, Bautechniker in der Uetersener Stadtverwaltung, gestern auf Nachfrage dieser Zeitung. Er hofft, dass die Schmierereien in einem Arbeitsgang beseitigt werden können. „Sonst verdoppeln sich die Kosten“, so Benn. Deshalb werde ein kräftiges Dunkelgrün aufgetragen. Graffiti gab es auf dem abgelegenen Schwimmbad-Gelände schon häufiger. „Aber so extrem habe ich das noch nicht erlebt“, sagte Benn, der die Freizeitanlage seit etwa 15 Jahren betreut. Hinweise auf die Graffiti-Täter nimmt die Polizei Uetersen unter Telefon (04122) 70530 entgegen.

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