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Jahresversammlung : Gocks ist neuer Chef der Kleingärtner

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Jahresversammlungen haben ihre ganz besonderen Reize. Da machen die Kleingärtner keine Ausnahme.

shz.de von
erstellt am 19.Feb.2012 | 21:22 Uhr

Die mehr als 100 anwesenden Mitglieder wurden in der Kleinen Stadthalle Zeugen einer offensichtlichen Abrechnung ehemaliger Vorstandsmitglieder mit dem amtierenden Vorstand um Alwin Dreier und Roman Wolf. Dreier ist Zweiter Vorsitzender, Wolf sprach als Rechnungsführer über die wirtschaftliche Lage des Vereins. Dass diese als stabil und gesund bezeichnet worden war, interessierte Wiebke Schultz, die einstige Rechnungsführerin, nicht. Sie kritisierte, wie bereits im vergangenen Jahr, als die Jahresversammlung deswegen abgebrochen werden musste, die ihrer Ansicht nach fehlerhafte Jahresrechnung. Ungereimtheiten in der Buchführung habe sie festgestellt. Die Mitglieder würden betrogen und bewusst getäuscht. Der Vorwurf stand im Raum, Wolf versuchte ihn aus der Welt zu schaffen, doch es wurde immer und immer wieder nachgelegt. Die Mitglieder aber wollten weitermachen, schließlich war es erneut ihr eigentliches Ziel, einen neuen Vorsitzenden zu wählen. Und mit den Kritikern des ehemaligen Vorstandes hatten viele ohnehin schon abgeschlossen. Das sei jetzt nur noch ein Nachtreten, waren einige der Ansicht.

Die Revisoren hatten hinsichtlich der Abrechnung von Strom und Wasser eine Differenz von 212,56 Euro festgestellt. Roman Wolf, der diese Abrechnungen federführend begleiten musste, sagte, dass es für ihn nicht leicht gewesen sei, diese vorzunehmen. Einige Mitglieder seien nicht zu dem vereinbarten Termin erschienen. So habe geschätzt werden müssen. Die entstandene Differenz sei ein Annahmefehler von ihm gewesen, aber er habe diese schwere Aufgabe im ersten Jahr leisten müssen. Getäuscht habe er aber nicht. Wolf sagte, dass er den festgestellten Fehler aus eigener Tasche behoben habe. Sprich: „Ich habe die Differenz bezahlt.“ Anders hätte er alle Vereinsmitglieder anschreiben und sie um eine Nachzahlung bitten müssen. Das wäre angesichts der Portokosten unverhältnismäßig gewesen.

Schließlich setzte sich der Revisor durch, der vor der Einlassung bereits den Antrag auf Entlastung des Vorstandes gestellt hatte. Der Antrag wurde mit breiter Mehrheit angenommen. Da nützte es auch nichts, dass Wiebke Schultz und ein anderes kritisches Mitglied weitere Punkte vorgetragen hatten, beziehungsweise gesagt hatten, dass sie noch längst nicht am Ende seien mit ihrer Schelte, die neue Führung betreffend. Der Haushaltsplan wurde mit großer Mehrheit verabschiedet. Ebenso reibungslos vollzogen sich die anschließenden Wahlen. Jedenfalls fast. Neuer Vorsitzender wurde Marcus Gocks, in das Amt des Rechnungsführers wurde Herbert Pubans gewählt. Der hatte seine gegenüber dem Vorstand angekündigte Kandidatur zunächst zurückgezogen. So wie Roland Wolf behandeln lassen wolle er sich nämlich im kommenden Jahr nicht. Doch den Mitgliedern gelang es, Pubans zu überreden, wieder zur Verfügung zu stehen. Mit dem Wind im Rücken kandidierte er schließlich erneut. Auch Pubans wurde mit breiter Mehrheit gewählt.

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