Fußball : Glückliches 0:0

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Als „Grottenkick“ umschrieb Chris Wantia, Liga-Manager der 1. Herren des TSV Uetersen, das, was sich am Sonntag in der ersten Halbzeit der Landesliga-Partie gegen den SC Alstertal-Langenhorn abspielte. Im Rosenstadion hatten die Gäste gleich vier gute Chancen, die sie aber entweder vergaben beziehungsweise an TSV-Torwart Christoph Richter scheiterten. Auf der Gegenseite spielten die Rosenstädter viel zu behäbig nach vorne. Die erste gute TSV-Chance gab es erst in der 47. Minute, als Florian Blaedtke über die linke Seite in den Gäste-Strafraum eindrang, dann aber aus spitzem Winkel am SCALA-Keeper scheiterte.

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16. September 2012, 21:20 Uhr

Die Zuschauer hofften, dass dies einen „Hallo-Wach-Effekt“ für die Uetersener haben würde – und tatsächlich gab es in der 50. Minute die nächste Gelegenheit für die Heim-Elf, als sich Helge Kahnert über links stark gegen drei SCALA-Akteure durchsetzte und dann in die Mitte spielte, wo Yannick Kouassi aber einen Tick zu spät kam und der SCALA-Keeper den Ball soeben noch unter sich begraben konnte.

Das war es dann aber auch schon mit der Uetersener Herrlichkeit und es folgten die nächsten Großchancen der Gäste. SCALA-Torjäger Jendrik Bauer setzte den Ball freistehend aus bester Position über die Latte (51.); kurz darauf wurde Oliver Engl, der wiederholt Probleme gehabt hatte, dem schnellen Bauer zu folgen, ausgewechselt. David Grabke, der fortan in der Innenverteidigung agierte, hatte in der 71. Minute seinen großen Auftritt: Bauer hatte zunächst zwei Uetersener ausgetanzt und von halbrechts aus das lange Eck anvisiert – der Ball sprang vom linken Innenpfosten auf die Torlinie und dann zu David Grabke, der ihn unter Bedrängnis in höchster Not wegschlagen konnte.

Bereits fünf Minuten zuvor hatte Richter Kopf und Kragen riskieren müssen, als er weit vor seinem Tor stark gegen Bauer rettete. Auf der Gegenseite verschenkte Florian Blaedtke eine gute Freistoß-Chance und blieb dann im Mittelfeld stehen, anstatt den Ball zurückzuerobern. „Junge, nach hinten“, schrie TSV-Trainer Peter Ehlers an der Seitenlinie, ehe er Blaedtke kurz darauf auswechselte. Nachdem die Gäste eine weitere Großchance vergeben hatten (Jonas Drescher jagte den Ball über die Latte/75.), gab es endlich wieder einmal ein Lebenszeichen der Uetersener – aber nur ein ganz zaghaftes, denn Jannick Prien gab einen ganz schwachen Torschuss ab (80.).

Aller umschriebenen Missstände zum Trotz hätten die Uetersener am Ende noch gewinnen können, ja müssen: In der 86. Minute setzte sich Kouassi nach einem langen Ball über rechts durch und bediente Mikail Pekdemir, der aus kürzester Distanz am SCALA-Torwart scheiterte. Ehlers drehte sich entsetzt ab, und wenig später pfiff die Schiedsrichterin das Spiel ab.

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